32-bit-MCU soll 8- und 16-bit-Markt angreifen

Auf der Embedded Systems Conference (EBC) in San Jose zeigte NXP als erstes Unternehmen einen auf dem neuen ARM-Cortex-M0 basierenden Mikrocontroller. Der LPC1100 zielt vor allen Dingen auf traditionelle 8- und 16-bit-Applikationen, denn er liefert 32-bit-Rechenleistung – verbunden mit Kosten und Energieverbrauch, wie man sie bislang nur von 8- und 16-bit-MCUs kannte.

Auf der Embedded Systems Conference (EBC) in San Jose zeigte NXP als erstes Unternehmen einen auf dem neuen ARM-Cortex-M0 basierenden Mikrocontroller. Der LPC1100 zielt vor allen Dingen auf traditionelle 8- und 16-bit-Applikationen, denn er liefert 32-bit-Rechenleistung – verbunden mit Kosten und Energieverbrauch, wie man sie bislang nur von 8- und 16-bit-MCUs kannte.

Der Bedarf nach immer billigeren Produkten mit erweiterter Kommunikation (z.B. USB, Bluetooth oder IEEE 802.15) und komplexeren analogen Sensoren (z.B. Touch-Screens oder Beschleunigungsmesser) führt dazu, dass analoge und digitale Funktionen zur Datenvorverarbeitung und Datenübertragung immer mehr zusammenrücken. Insbesondere lässt sich hierdurch auch erheblich Energie einsparen. Wenn z.B. bei einem IEEE-802.15-Wireless-Sensor die Daten direkt komprimiert, gefiltert oder analysiert werden, lässt sich die Aktivität des HF-Transceivers signifikant reduzieren. Bei einem Herzschlag-Monitor bräuchte man nur die tatsächliche Herzschlag-Frequenz statt des gesamten Sensor-Datenstroms drahtlos übertragen. Und im Automotive-Umfeld droht der CAN-Bus durch eine steigende Anzahl von Sensoren und Aktoren seine Kapazitätsgrenze zu erreichen. Intelligente Bausteine könnten helfen, den Datenverkehr auf dem Bus zu reduzieren.

Datenverkehr auf einem Bus

Diese und andere vergleichbare Anwendungen stehen im Focus des neuen LPC1100 von NXP (Bild 1). Viele 8-bit-MCUs sind für die Ausführung derartiger Aufgaben nicht ohne eine vergleichsweise hohe Taktfrequenz geeignet, was den Energieverbrauch in die Höhe treibt. Selbst 16-bit-MCUs haben den Nachteil, dass sie in Relation zu einer 32-bit-MCU einen größeren Anteil der Gesamtzeit im aktiven Modus verbringen und ihr Code mehr Speicher benötigt, was zu höherem Energieverbrauch, größerem Silizium-Bedarf und höheren Kosten führt. Der LPC1100 wird mit bis zu 16 Kbyte SRAM und bis zu 128 Kbyte Flash-Speicher angeboten, er enthält einen 10-bit-A/D-Wandler, einen UART, SPI-Controller sowie eine I2C-Schnittstelle. Des weiteren finden sich bis zu 42 I/Os und vier Timer. Zusätzlich gibt es noch einen Watchdog-Timer.