Günter Herkommer

<p>ein unüberhörbares Aufatmen ging gestern durch die Nation – mit ihrem 500-Milliarden-Rettungspaket für die Banken hat die Bundesregierung dafür gesorgt, dass zunächst etwas Ruhe in die gebeutelte Finanzwelt gekommen ist.

ein unüberhörbares Aufatmen ging gestern durch die Nation – mit ihrem 500-Milliarden-Rettungspaket für die Banken hat die Bundesregierung dafür gesorgt, dass zunächst etwas Ruhe in die gebeutelte Finanzwelt gekommen ist. Überstanden ist die Krise damit freilich nicht und in der Industrie bleibt auf breiter Front die bange Frage, wie sich die weltweiten Turbulenzen im Detail auf die Entwicklung der Wirtschaft in den kommenden Monaten im Detail auswirken werden.

Was speziell den Maschinen- und Anlagenbau betrifft, sieht VDMA-Präsident Dr. Manfred Wittenstein zwar »näher kommende Einschläge« und ein unübersehbares Gefahrenpotential. Grund zur Panik gebe es deswegen aber nicht: »Ich glaube, das Schlimmste liegt hinter uns. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo noch eine Leiche im Keller liegt, ist geringer geworden.«

VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse gewinnt der derzeitigen Krise sogar etwas  Positives ab. Sie rücke von den Banken jahrelang verpönte Branchen wie den Maschinenbau mit seinen vielen mittelständischen Familienunternehmen wieder ins Licht. Wurden diese  noch vor nicht allzu langer Zeit oft als Risiko eingestuft, gelten sie mittlerweile als solide und zuverlässig. – Wie  schnell sich das Rad doch dreht!