»Grüne Elektronik« stößt auf wenig Euphorie

Eine internationale Studie zum Thema »Grüner PC« und umweltfreundliche Elektronik zeichnet eine zwiespältige Haltung in Deutschland auf.

Zwar ist sich die Bevölkerung im Klaren über die Umweltbelastung durch Elektronik, der Geldbeutel bleibt aber häufig geschlossenen für eine umweltfreundlichere Lösung. Das Kaufverhalten der Deutschen im PC-Bereich unterscheidet sich seit Jahren von weiten Teilen der Welt: Während woanders auf einen möglichst niedrigen Preis geachtet wird, will der Deutsche offenbar den schnellsten und besten Rechner für seine 1000 Euro haben.

Eine international angelegte Studie von Ipsos MORI aus Großbritannien, im Auftrag von Greenpeace, scheint dieses Verhalten teilweise zu bestätigen. Für 71 Prozent der Deutschen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der Hauptentscheidungsgrund beim Rechnerkauf. Zum Vergleich: 67 Prozent der Polen, 62 Prozent der Briten und nur 40 Prozent der Chinesen teilen diese Meinung. Eine umweltverträglichere Lösung ist international nur wenig ausschlaggebend, aber mit einer überraschenden Ausnahme: Für 33 Prozent der Chinesen ist es ein Hauptkaufgrund. In Deutschland ziehen nur 11 Prozent der Befragten die Ökologie in Betracht, allerdings scheint diese immer noch deutlich wichtiger zu sein als der Markenname (5%) und das Design (3%) des Gerätes.