Großes Potential in der Verbindung mit Bildverarbeitungssystemen

Als Hidden-Champion für hochwertige Lasermess- und -positioniertechnik entwickelte sich LAP in den letzten Jahren sehr dynamisch. Nun will man die Krise dazu nutzen, durch innere Reorganisation und die Markteinführung neuer Systeme die Schlagkraft am Markt noch zu erhöhen. Eine wichtige Rolle für die weitere Unternehmensentwicklung wird die Verbindung von laserbasierten Mess- und Bildverarbeitungssystemen spielen.

Nach dem rasanten Umsatzwachstum der letzten Jahre, das LAP teilweise Umsatzverdoppelungen innerhalb von zwei Jahren bescherte, trifft die weltweite Wirtschaftskrise in diesem Jahr nun auch den Laserspezialisten aus Lüneburg. »Gegenüber dem Vorjahr ist unser Umsatz im ersten Quartal um ein Drittel zurückgegangen «, schildert Geschäftsführer Guido Jung die aktuelle Situation, »wir gehen darum heute davon aus, dass wir das Jahr 2009 wohl mit einem Umsatz von rund 24 Mio. Euro abschließen.«

Dass dieser Einbruch gerade zum 25-jährigen Firmenjubiläum stattfindet, hat für ihn aber nicht nur mit der aktuellen Entwicklung der Weltwirtschaft zu tun, sondern auch mit der Intensivierung des internationalen Wettbewerbs. Der Hidden-Champion aus Lüneburg ist inzwischen auch auf dem Radar großer Wettbewerber aufgetaucht, die nun ebenfalls mit optischen Messverfahren auf den Markt kommen. Hinzu kommen dann noch Newcomer aus China, die ebenfalls mit Lasertechniken zum Messen und Projizieren auf den Markt drängen.

»Wir werden diese schwierige Zeit nutzen, um einerseits unsere internen Abläufe zu optimieren«, skizziert Jung die eingeleiteten Maßnahmen, »gleichzeitig intensivieren wir unsere Entwicklungsanstrengungen, um unser spezielles Laser-Know-how zum Messen und Projizieren in neuen Anwendungsbereichen zum Einsatz zu bringen.« So wurde in puncto Organisationsoptimierung bereits eine zweite Führungsebene etabliert, schließlich ist das Unternehmen allein in den letzten zwei Jahren von 100 Mitarbeitern auf inzwischen 150 in Lüneburg gewachsen. Hinzu kommen noch weitere 30 Mitarbeiter in den internationalen Niederlassungen des Unternehmens.

Das rasche Wachstum hat dazu geführt, dass die Büros bei LAP inzwischen schon wieder doppelt besetzt sind, dabei sollte ein Erweiterungsbau mit 1400 m2 Fläche vor knapp zwei Jahren für Entlastung sorgen. »Wir werden das Problem nicht mehr in diesem Jahr angehen«, meint Jung, »aber für 2010 werden wir mit einer Erweiterung wohl wieder aktiv werden müssen.« Bis dahin werden die einzelnen Prozesse im Haus, von denen nach Jungs Einschätzung nicht alle 100-prozentig effektiv sind, optimiert. Gleichzeitig will man parallel zum Neugeschäft das Service- und Wartungsgeschäft ausbauen.

»Da geht es vor allem darum, das Ersatzgeschäft voranzutreiben «, erläutert der LAP-Geschäftsführer, »ich denke dabei vor allem auch an Software-Upgrades. « Auf diese Weise könnten die Kunden die Effizienz und Einsatzfähigkeit ihrer Lösungen oft noch einmal deutlich steigern. »Im Medizinbereich sieht es heute so aus, dass viele unserer Anlagen zusammen mit den Bestrahlungsvorrichtungen ersetzt werden «, nennt er ein Beispiel, »in diesem Anwendungsbereich ließen sich die Anlagen durch After- Sales-Maßnahmen ständig auf dem neuesten Stand der Technik halten.«