Friedliches Miteinander

Die Idee vom Roboter als „intelligenten Assistenten“ des Werkers ist nicht neu. Die Umsetzung scheiterte in der Vergangenheit allerdings insbesondere an der unklaren Normenlage hinsichtlich des Safety-Aspektes...

Die Idee vom Roboter als „intelligenten Assistenten“ des Werkers ist nicht neu. Die Umsetzung scheiterte in der Vergangenheit allerdings insbesondere an der unklaren Normenlage hinsichtlich des Safety-Aspektes. Mit der ISO 10218-1: 2006 „Industrieroboter – Sicherheitsanforderungen“ hat sich die Ausgangssituation für ein „friedliches“ Miteinander ohne trennende Schutzeinrichtungen grundlegend geändert.

Die Gefahr, die von einer Roboterbewegung ausgeht, war bis vor kurzem weder durch den Menschen noch durch die Robotersteuerung sicher einschätzbar. Jegliche Änderung im Ablauf – selbst das einfache Reagieren auf veränderte „Umweltbedingungen“ – ist für den herkömmlich programmierten Roboter nicht möglich. Deshalb wird die Arbeitsfläche des stählernen Werkes üblicherweise auf eine klar definierte Aufgabe beschränkt und durch Schutzzäune eingegrenzt. Meist nur einmal programmiert, arbeitet der Roboter seine Aufgaben mehr oder weniger unverändert ab und ist damit ideal dazu geeignet, monotone und klar definierte Aufgaben zu erfüllen. Das große Flexibilitäts-Potenzial industrieller Roboter-Applikationen konnte und vor allem durfte aufgrund der sicherheitstechnischen Restriktionen bislang nicht voll ausgeschöpft werden.