Entertainment für die Passagiere auf den Rücksitzen Freude am Mitfahren

Mit dem Fond-Entertainment-System der neuen 7er-Reihe setzt BMW neue Maßstäbe – nicht nur, was die Vielzahl der angebotenen Funktionen betrifft, sondern auch das übersichtliche Bedienkonzept, das die Mitfahrer auf den Rücksitzen zu gleichberechtigten Partnern des Fahrers bei der Auswahl der Programme macht.

Entertainment für die Passagiere auf den Rücksitzen

Mit dem Fond-Entertainment-System der neuen 7er-Reihe setzt BMW neue Maßstäbe – nicht nur, was die Vielzahl der angebotenen Funktionen betrifft, sondern auch das übersichtliche Bedienkonzept, das die Mitfahrer auf den Rücksitzen zu gleichberechtigten Partnern des Fahrers bei der Auswahl der Programme macht.

Der neue 7er erfüllt dem Fahrer nahezu jeden Wunsch nach moderner Unterhaltung. Er hat die Möglichkeit, in seiner Musiksammlung zu stöbern, fernzusehen, Filme aus dem DVD-Wechsler abzuspielen, seinen Lieblings-Radiosender digital zu empfangen oder im Internet zu surfen. Selbstverständlich lässt sich auch der iPod mühelos in das Bordsystem integrieren. Zusammen mit einem auf die Positionen der Passagiere abgestimmten Mehrkanal-Raumklang-System wird den Autoinsassen ein überragendes Musikerlebnis beschert.

Das Unterhaltungsangebot ist nicht mehr nur auf die Bedürfnisse des Fahrers ausgerichtet, für den nach wie vor das Prinzip gilt, dass er nicht vom Fahren abgelenkt werden darf. Darüber hinaus bestand eine zusätzliche Herausforderung für die BMW-Entwickler darin, den Fahrzeuginsassen auf den Rücksitzen die Möglichkeit zu bieten, sich im vollen Umfang eines integrierten Systems zu bedienen.

Mechanisch/elektrische Integration

Die Integration in einen geeigneten Bauraum im Fond erzwang neuartige Package- und Anschlusskonzepte. Die Mittelkonsole bot sich als der geeignete Platz für einen DVD-Spieler an, da er in Reichweite beider Fondpassagiere liegt. Doch die Mittelkonsole wird auch von anderen Steuergeräten genutzt. Zusätzlich verlaufen hier die Kanäle für die Klimatisierung. Ein Standard-1-DIN-Steuergerät ist darum hier nicht mehr zu unterzubringen. Auch die bisherigen Kabel- und Steckerkonzepte waren aufgrund des beschränkten Bauraums nicht weiter zu verwenden.

Für ein hoch integriertes Steuergerät mit einem DVD-Laufwerk als interner Hitzequelle und einem thermisch anspruchsvollen, geschlossenen Bauraum musste zusammen mit den Steuergeräte-Lieferanten ein neues Platinen- und Entlüftungskonzept entwickelt werden. Spezielles Augenmerk lag dabei auf der Auswahl der elektronischen Bauteile. Zum einen sind zur Darstellung der umfangreichen Funktionen und einer aufwendigen Bedienoberfläche leistungsfähige Prozessoren und Grafikchips notwendig. Zum anderen müssen Strombedarf und Wärmeentwicklung minimiert werden. Als Konsequenz hat BMW bereits in der Konzeptphase sowohl bei der Auswahl der möglichen Prozessoren als auch in der zugehörigen Software-Architektur auf ein stromsparendes aber leistungsfähiges Design geachtet (Efficient- Dynamics).

Für ein vollständiges Informationsund Unterhaltungsprogramm musste das komplette System aus Displays, DVD-Player und Bedienelementen (iDrive oder Fernbedienung) vollständig in das Bordnetz des neuen 7er integriert werden (Bild 1). Dadurch wird das Unterhaltungsprogramm für die Mitfahrer auf den Rücksitzen zum integralen Bestandteil des Gesamtsystems. Informationen werden über verschiedene Bussysteme im Fahrzeug ausgetauscht. Mittels des Bussystems MOST werden Steuer- und Audio-Signale weitergegeben, über FBAS-Leitungen und einen dazu gehörenden Video-Switch TV und Videos. Der Ethernet-Anschluss dient dem Zugriff auf die zentrale Festplatte, damit Navigationsdaten ausgetauscht oder gespeicherte Karteninformationen abgerufen werden können. Über das Zentrale Gateway werden Steuerungsinformationen via CAN an die angeschlossenen Displays verteilt oder auch die Kundeneingaben über die Fernbedienung oder den iDrive-Controller empfangen.

Die vollständige Integration in das Bordnetz erlaubt es, auf alle Quellen zugreifen zu können. Das gilt für das TV-Modul genauso wie für den Radio- Tuner. Auch der Zugriff auf den DVDWechsler oder auf den eingesteckten USB-Stick ist möglich.

Für die Unterhaltung im Fond mussten angemessene Displays ausgewählt und an einem gut einsehbaren Platz untergebracht werden. BMW hat sich für zwei 9,2-Zoll-LED-Farb-Displays im 16:9-Format mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel entschieden, die auch bei Sonneneinstrahlung brillante Bilder liefern. Die Displays, die von der Firma Johnson Controls zugeliefert werden, sind in den Rückenlehnen der Vordersitze integriert und über Zweidraht-LVDS an das Fond-Entertainment-System vom Zulieferer Lear Corporation angebunden.

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Die Vorteile des Anzeige-und Bedienkonzeptes, von dem bereits der Fahrer profitiert, werden nun auch dem Fondpassagier über dasselbe HMI (Human- Machine-Interface) zur Verfügung gestellt – für jedes Display unabhängig. Die Unabhängigkeit von zwei separaten HMI-Instanzen zur exklusiven Nutzung der jeweiligen Speicherbereiche erforderte eine spezielle Software-Architektur und ein angepasstes Framework. Mit Hilfe dieses Prozessmodells verhalten sich die beiden Instanzen so, als würden sie auf zwei eigenständigen Plattformen laufen. Während also der eine Fahrgast seinen Lieblingssender im TV verfolgt, kann der andere Fondpassagier interessante Informationen über den aktuellen Standort im Internet oder aus der Navigationsdatenbank abrufen.

Als weiterer Ansatz wurde das gesamte HMI-Framework möglichst unabhängig von der Plattform gestaltet. Erst dadurch konnte auf eine zusätzliche Umsetzung das HMI für das Fond-Entertainment-System verzichtet und die vorhandene Software mehrfach verwendet werden. Eine OS-Adaptionsschicht ermöglicht die Implementierung auf verschiedenen Betriebssystemen (z.B. QNX oder Linux) und Hardware-Architekturen (Bild 2). Der Kunde profitiert dabei von einer einheitlichen Bedienung und einem erweiterten Funktionsumfang.