Freescale Semiconductor: 68K/ColdFire V2 frei zur Lizenzierung

Die 68K/ColdFire V2 und ein darauf aufbauendes Subsystem stehen jetzt für die Endkunden von Freescale Semiconductor zur Lizenz bereit. IPextreme übernimmt die Abwicklung.

»Unsere Endkunden sind daran interessiert, mit diesem Core ihre eigenen ASICs oder FPGAs zu entwickeln, jetzt können sie es«, erklärt Bruno Baylac, Director of Marketing Consumer & Industrial TSPG EMEA von Freescale Semiconductor, und betont gleichzeitig, dass der Core nicht an andere Halbleiterunternehmen lizenziert werden soll. Die Architektur ist seit langem bekannt, weit verbreitet und entsprechend viel Software wurde dafür geschrieben, die natürlich nicht verloren gehen soll. Mit dem lizenzierten Core können jetzt die Endkunden von Freescale ihre eigenen ICs entwickeln und trotzdem ihre bereits geschriebene Software weiterverwenden. Außerdem können Lizenznehmer natürlich auch auf das gesamte Ecosystem von ColdFire zurückgreifen.

Neben dem eigentlichen Core steht mit V2 ColdFire Core SPP auch ein getestetes, bereits verifiziertes Subsystem zur Verfügung. Dieses SPP beinhaltet neben dem COre auch diverse Peripheriefunktionen wie Interrupt-Controller, I2C, vier 32-Bit-Timer, drei UARTs, ein Ethernet-Modul, ein DMA-Controller etc.

Baylac: »Wir sind Halbleiterhersteller und kein IP-Unternehmen. Die gesamte Abwicklung wurde dem Unternehmen IPextreme übertragen.« Und Michael Cizl, Managing Director im Munich Design Center von IPextreme, fügt hinzu: »Wir kümmern uns darum, dass das IP nicht auf einen bestimmten Design-Flow oder eine bestimmte Prozesstechnologie angewiesen ist.«

Laut Baylac könnte der V2 erst den Anfang darstellen, sollte die Nachfrage nach höherer Leistung bestehen, würden auch die anderen ColdFire-Core Versionen folgen. Wie viel die Lizenz kostet, steht derzeit noch nicht ganz fest, sicher ist aber, dass eine Lizenzgebühr und auch Royalties fällig sind. Baylac betont aber, dass diese in einem vernünftigen Rahmen ausfallen werden.