Fraunhofer baut Mikrosystemtechnik in Chemnitz aus

Das Fraunhofer-Institut in Chemnitz wächst. Neben einem neuen Gebäude nahe der Uni soll auch die Zahl der Mitarbeiter von 50 auf 100 erhöht werden.

Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM in Chemnitz bekommt ein neues Gebäude im Technologiepark naher der Technischen Universität. Damit werden die auf andere Institute aufgeteilten Abteilungen des IZM zusammengeführt.

Innerhalb der nächsten vier Jahre soll die Mitarbeiterzahl von 50 auf 100 wachsen. Geforscht wird an Mikro- und Nanosystemen für die Automobil- und Flugzeugindustrie sowie für die Medizintechnik.

Anfang 2009 soll das Gebäude fertig sein. Die Kosten dafür belaufen sich auf 22,1 Millionen Euro von denen das Land Sachsen 17 Millionen bereitstellt.

Mit der Forschungsarbeit will das IZM große Hersteller wie AMD, Qimonda oder Infineon unterstützen aber auch kleine und mittelständische Unternehmen.

Wirtschaftlich gesehen ist die Bedeutung der Forschungsarbeit am IZM sehr hoch. Einer Studie zufolge beträgt das Wachstum von Mikrosystemtechnik und Micro Electro-Mechanical Systems (MEMS) etwa 16 Prozent pro Jahr.

Leiter des Institutsteils ist Professor Thomas Gessner. Er ist außerdem Direktor des Zentrums für Mikrotechnologien und Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik an der Uni Chemnitz.