Flacher, größer, teurer – Europäer kaufen mehr Flachbildfernseher

Flachbildfernseher sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa begehrt. Im letzten Jahr wurden erstmals mehr von ihnen verkauft als Geräte mit Röhrentechnik. Und das, obwohl sie im Schnitt fast um ein Viertel teurer sind.

Wer sich in Europa* einen neuen Fernseher kauft, zieht größere Bildschirmformate vor. Das geht aus den Marktdaten der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) und der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) hervor.

So stieg der Durchschnittspreis aller in Europa verkauften Fernseher im Jahr 2006 um 21 Prozent auf 702 Euro. Ganze 23 Prozent des Umsatzes mit LCD-Fernseher entfielen dabei auf Geräte mit Bildschirmdiagonalen, die es bis dahin in den Haushalten noch gar nicht gab. Daher erwartet die Branche für das Jahr 2007 das höchste Wachstum bei Bildschirmgrößen über 37 Zoll.

Der Trend zu den teureren Geräten wird auch beim Vergleich zwischen Flachbild- und Bildröhrenfernsehern deutlich. So wurden in 2006 erstmals mehr Flachbildfernseher (16,6 Mio.) verkauft als solche, die noch eine Bildröhre haben (14,6 Mio). Der Umatz mit LCD- und Plasma-Fernsehern erreichte sogar 85 Prozent des Gesamt-Umsatzes an Fernsehgeräten in Europa.

Da bis jetzt nur 16 Prozent aller europäischen Haushalte einen Flachbildfernseher haben, rechnet die gfu noch bis in die nächsten Jahre mit einer hohen Nachfrage.

*Als Basis dienten 10 Länder Westeuropas