Flachdisplaymarkt 2006: 13 Prozent Umsatzplus

Laut den Analysten von DisplaySearch werden die Hersteller von Flachdisplays (1 Zoll bis 70 Zoll) in diesem Jahr rund 84 Mrd. Dollar umsetzen. Das ist ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Nach Stückzahlen gerechnet, gehen 2006 etwa 12 Prozent mehr Displays als im Vorjahr über den Ladentisch, nämlich 3,6 Mrd. Stück. Nach Fläche gerechnet, sind das knapp 43 Quadratkilometer. Treiber ist der TV-Markt, der inzwischen 35 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt, rund 30 Mrd. Dollar. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 waren es 25 Prozent, im Jahr 2004 erst 16 Prozent.

Nach Technologie haben die LCDs die Nase vorn, sie beanspruchten im zweiten Quartal 2006 stolze 70 Prozent des gesamten Flachdisplaymarkts nach Stückzahlen für sich und 87 Prozent nach Umsatz. Tendenz: steigend.

Im Detail: Im zweiten Quartal 2006 wurden rund 608 Mio. LCDs produziert, 21 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und 3 Prozent mehr als im Vorquartal. Der Preis pro Quadratmeter LCD sank um durchschnittlich 14 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Innerhalb der LCD-Familie sind die a-Si-TFTs die großen Renner. Zwar liegt ihr Anteil nach Stückzahlen bei nur 25 Prozent, nach Umsatz aber bei 74 Prozent. Die a-Si-TFTs kommen in Mobiltelefonen, Monitoren, Notebooks und TV-Anwendungen zum Einsatz. Auch der Preis ist gefallen, wenn auch deutlich weniger als der LCD-Durchschnitt: Im Vergleich zum Vorquartal waren es 8 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresquartal waren es 17 Prozent.

Den zweiten großen Posten am Flachdisplaymarkt stellen die Plasma-Displays. Von den Anzeigen, die es nur in großen Formaten gibt, wurden im zweiten Quartal 2006 rund 2,4 Mio. Stück produziert, 3 Prozent mehr als im Quartal zuvor und 21 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Anteil nach Stückzahlen am gesamten Flachdisplay-Markt ist zwar gering, er liegt bei 0,3 Prozent, nach Fläche gerechnet liegt er aber bei 13 Prozent. Die Plasma-Display-Hersteller setzten 1,84 Mrd. Dollar um, das ist ein Plus von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, aber ein Prozent weniger als im Vorquartal.