Femtofieber

Wenn es nach den Vorstellungen des Femto Forums und deren Gründer geht, sind schon in wenigen Jahren viele Millionen Haushalte mit einer Femtozelle ausgerüstet. Das ist eine kleine und billige Mobilfunk-Basisstation, die gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen soll.

Wenn es nach den Vorstellungen des Femto Forums und deren Gründer geht, sind schon in wenigen Jahren viele Millionen Haushalte mit einer Femtozelle ausgerüstet. Das ist eine kleine und billige Mobilfunk-Basisstation, die gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen soll.

»Femtozelle« scheint derzeit das Zauberwort der Mobilfunkbranche zu sein. Und wer sich die Pläne des Femto Forums (siehe Kasten »Was will das Femto Forum?«) ansieht, könnte tatsächlich ins Schwärmen kommen: In spätestens fünf Jahren sollen schon mehr als 100 Mio. Mobilfunkteilnehmer zu Hause über 50 Mio. hausintern installierte Mobilfunk- Basisstation (siehe »Was ist eine Femtozelle?«) intern und nach außen kommunizieren.

Wer aber holt sich denn so eine Femtozelle ins Haus und warum? »Für den Mobilfunkkunden gibt es vier offensichtliche Vorteile«, sagt Professor Simon Saunders, Chairman des Femto Forums: »Erstens benötigt er nur noch ein Telefon, zweitens ist er zuhause und unterwegs immer unter der selben Nummer erreichbar, drittens sendet sein Handy nur noch mit sehr geringer Leistung, und viertens sind die Empfangsbedingungen auch für 3G optimal. « Saunders spielt damit auf die teilweise schlechte Netzabdeckung von UMTS in Gebäuden an. Die Ursache liegt in der Physik: UMTS nutzt Frequenzbänder um 2 GHz. In diesen Bändern machen sich die für sehr hohe Frequenzen ungünstigen Ausbreitungsbedingungen stark bemerkbar. Vorteilhaft wäre die Nutzung der Mobilfunkfrequenzen unterhalb 1 GHz, die gehören aber (noch) GSM und anderen Mobilfunksystemen.