Farnell: Katalogdistributor mit Eigenmarke

»Private-Label ist eine Möglichkeit, dem Kunden eine Alternative zu hochwertigen und namhaften Produkten anzubieten«, sagt Bodo Badnowitz, General Manager Central Europe von Katalogdistributor Farnell. Der Vorteil dabei sei, dass eigentlich dieselben Produkte zu einem günstigeren Preis gekauft werden können.

Von einem »Nachteil« könne man allenfalls sprechen, dass nicht das bekannte Herstellerlogo zu lesen sei, sondern der Name der Eigenmarke. Produkte »selbst herzustellen, war für uns nie ein Thema, weil neben entstehenden Produktionskosten auch eine Art Mengenverpflichtung gegeben ist, um rentabel zu sein«, erläutert der Farnell-Geschäftsführer. Zudem müsse auch in puncto Qualitätsstandards viel geleistet werden, während man beim Labeln durch eine Kooperation mit Herstellern auf  Bestehendes zurückgreifen könne. Den Ehrgeiz habe man nicht, »das Rad auf dem Elektronikmarkt immer wieder neu zu erfinden.«

Farnells Eigenmarke Tenma (bekannt für Produkte aus dem Bereich der Messtechnik) und ergänzend dazu Labels wie Multicomp, Pro Power, Pro Signal oder Duratool beinhalten also »keine eigene Entwicklung, sondern sind in der Tat nur qualitativ hochwertige Produkte namhafter Hersteller mit unserem Logo für Kunden mit begrenztem Budget.«

Eine eigene Entwicklung steckt in keinem der Produkte, doch wird das Feedback seitens der eigenen Kunden »regelmäßig« an den Hersteller zurückgegeben als Basis für Weiterentwicklungen. Und auch bei Problemen mit gelabelten Produkten habe man juristisch keinen Herstellerstatus: »Wir geben bei Beanstandungen das Produkt immer zurück zum Hersteller«, sagt Badnowitz.