Executive Summit auf der embedded world 2008

Zum ersten Mal in der Geschichte der embedded world präsentierten namhafte Vertreter des Managements im Rahmen eines »Executive Summit« ihre Sicht zur Entwicklung der Embedded-Branche.

In seinem Eröffnungs-Statement verdeutlichte Jochen Hanebeck, Senior VP & GM Microcontrollers von Infineon, dass zukünftige Applikationen deutlich komplexer werden und die Hardwarebasis dieser Anforderung gerecht werden muss. Ein Weg, dieses Ziel zu erreichen, sei die Hinwendung zur 32-Bit-Technik. Eine mindestens ebenso große Bedeutung habe seiner Aussage zufolge aber auch eine Reduktion des Energiebedarfs bei steigender Leistungsfähigkeit der Rechner.

Für den Bereich Software erläuterte Herr Kleidermacher, CTO von Green Hills, wie sich die Anforderungen an Softwareprodukte verschieben werden. Wesentlich seien Anforderungen an die heute noch nicht ausreichend berücksichtigte Sicherheit der Software, denn in absehbarer Zukunft könnten beispielsweise Fahrzeuge untereinander kommunizieren, ein möglicher Hackerangriff hätte hier fatale Folgen.

Mit Norbert Hauser von Kontron (er vertrat kurzfristig Ulrich Gehrmann, CEO von Kontron), stellte ein Embedded-PC-Hersteller seine Sicht zu aktuellen Trends in der Entwicklung von Embedded-Baugruppen vor. Deutlich zu erkennen war die Hinwendung zu Multicore-Anwendungen, die künftig eine noch größere Verbreitung finden werden.

Fazit der Veranstaltung: Basierend auf deutlich leistungsfähigeren Hardwarebausteinen sind für die Zukunft hochkomplexe und dennoch sichere Embedded-Applikationen zu erwarten. DESIGN&ELEKTRONIK-Herausgeber Prof. Matthias Sturm moderierte die Veranstaltung, sein Resumee: In allernächster Zeit sei mit einem deutlichen Schub an neuen Embedded- Applikationen zu rechnen.