Die nächste Generation des iDrive-Bedienkonzepts setzt auf Fahrerorientierung Evolution einer Revolution

Mit der Einführung von iDrive hat BMW im Jahr 2001 die Automobilwelt nachhaltig geprägt. Mit dem iDrive-Bedienkonzept im neuen BMW 7er wird der Maßstab für die Interaktion des Fahrers mit dem Fahrzeug neu definiert. Zentraler Gedanke war die Weiterentwicklung der Fahrerorientierung mit dem Ziel, Fahrer und Fahrzeug zu einer Einheit verschmelzen zu lassen.

Die nächste Generation des iDrive-Bedienkonzepts setzt auf Fahrerorientierung

Mit der Einführung von iDrive hat BMW im Jahr 2001 die Automobilwelt nachhaltig geprägt. Mit dem iDrive-Bedienkonzept im neuen BMW 7er wird der Maßstab für die Interaktion des Fahrers mit dem Fahrzeug neu definiert. Zentraler Gedanke war die Weiterentwicklung der Fahrerorientierung mit dem Ziel, Fahrer und Fahrzeug zu einer Einheit verschmelzen zu lassen.

Notwendige Voraussetzung für eine souveräne Interaktion ist eine gelungene ergonomische Anordnung von Anzeigen und Bedienelementen. Bild 1 zeigt, dass alle Bedienelemente im neuen BMW 7er in einem Bereich liegen, der eine Betätigung ohne Schulterablösung erlaubt. Durch die um 7,2 Grad in Richtung des Fahrers gedrehte Instrumententafel wird die Erreichbarkeit der äußeren Bedienelemente gewährleistet. Alle Bedienelemente befinden sich im unteren Bereich der Instrumententafel. Die Anzeigen sind im oberen Bereich der Instrumententafel angeordnet. Sie können dadurch ohne lange Blickabwendung von der Straße abgelesen werden.

Zweiter wichtiger Aspekt für eine Fahrerorientierung ist die geeignete Darstellung von Informationen. Im Kombiinstrument werden neben Geschwindigkeit, Drehzahl, Tankinhalt und Öltemperatur Informationen des Navigationssystems und von Fahrerassistenzsystemen ausgegeben. Neu ist zudem die listenförmige Darstellung von Audioquellen und Telefonnummern, die dem Fahrer die Interaktion mit den wichtigsten Entertainment- und Kommunikationsfunktionen erlaubt. Im Head-up-Display (HUD) werden ausschließlich fahrrelevante Informationen wie Fahrgeschwindigkeit, Fahrerassistenzinformationen und Check-Control-Meldungen (Bedienrückmeldungen, Handlungshinweise, Fehlermeldungen) angezeigt.

Grundlage der Strukturierung der HUD-Informationen ist die Differenzierung nach Entfernung und Kritikalität. Der Ist-Zustand, wie die aktuell gefahrene und vorgeschriebene Geschwindigkeit, wird am unteren Bildrand dargestellt, Informationen bezüglich der vorausliegenden Verkehrssituation direkt darüber. Navigationsinformationen werden aufgrund ihrer relativ niedrigen zeitlichen Kritikalität rechts abgebildet. Im zentralen Bildschirm (CID) werden mit Ausnahme der Einparkhilfe keine unmittelbar handlungsrelevanten Informationen dargestellt, so dass dem Fahrer während der Fahrt kein Anlass gegeben wird, seinen Blick auf das CID zu lenken.

Fahrerorientierung spiegelt sich aber nicht nur in der Anordnung von Anzeige- und Bedienelementen und der Informationsdarstellung wider, sondern setzt außerdem eine geeignete Gestaltung der Interaktion voraus. Dies lässt sich durch folgende Merkmale charakterisieren:

  • Minimale Anzahl an Interaktionsprinzipien: Je weniger unterschiedliche Prinzipien und Abläufe sich der Fahrer merken muss, desto leichter erschließt sich ihm die Bedienung.
  • Nutzen von Vorwissen durch Aufgreifen von Interaktionsprinzipien aus anderen Bereichen (z.B. PC-Welt): Der Eingewöhnungsvorgang lässt sich verkürzen, da dem Fahrer vieles bekannt vorkommt.
  • Unterbrechbarkeit der Interaktion: Nicht jede Interaktionsform ist fahrzeugtauglich. Da die Fahraufgabe absolute Priorität hat, müssen sich Bedienvorgänge immer und ohne Nachteil unterbrechen lassen.
  • Rechtzeitige und eindeutige Rückmeldung: Aufgrund seiner Fahraufgabe hat der Fahrer keine Zeit, auf Systemrückmeldungen zu warten oder diese zu analysieren.

Der vierte zentrale Baustein auf dem Weg zur optimalen Fahrerorientierung stellt eine geeignete Gestaltung des Systemverhaltens dar. Hier muss klar unterschieden werden zwischen fahrrelevanten Funktionen und solchen, die der Information, Kommunikation oder Unterhaltung des Fahrers dienen:

  • Fahrrelevante Funktionen wie Fahrerassistenzsysteme müssen insbesondere in kritischen Situationen die Aufmerksamkeit des Fahrers in geeigneter Weise lenken.
  • Informations- und Kommunikationsfunktionen dürfen die Aufmerksamkeit des Fahrers nicht vom Verkehrsgeschehen ablenken.

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