Europäischer Chip-Markt: moderater Rückgang

Die neusten Daten der WSTS für den Februar bestätigen den schon im Oktober vorausgesagten moderaten Rückgang des Halbleitermarktes im ersten Quartal 2006 gegenüber dem vierten Quartal 2005, wie er für diese Jahreszeit typisch ist.

Dagegen zogen die MPUs an und konnten den ungewöhnlich starken Einbruch im Januar etwas kompensieren. Im Februar setzte sich in Europa der Rückgang des Umsatzes in den Bereichen Logik-ICs (außer für Automotive) DSPs, MPUs, DRAMs und Flash-Speichern weiter fort. Dagegen konnten die Sektoren Diskrete, Analog-ICs sowie Automotive- und Industrie-ICs zulegen.

Das spiegelt laut der WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) und der ESIA (European Semiconductor Industry Association) die insgesamt positive Entwicklung in der europäischen Industrie wider. Allerdings hat sich der Halbleitermarkt in Europa schlechter entwickelt als in den übrigen Regionen, was auch darauf zurückzuführen sein dürfte, dass Verlagerungen der Produktion nach Osteuropa kaum noch stattfinden. Wer heute verlagert, geht gleich nach Asien. Die Frage ist jetzt, ob der Markt sein Minimum erreicht hat oder ob er in das Wachstum mündet, das derzeit die meisten Analysten vorhersagen.