Erster Investor für das ehemalige Nokia-Werk gefunden

Scanbull Vertical Images, ein deutscher Spezialist für 3-D-Scan-Soft- und Hardware, ist der erste Investor für die Nokia-Fläche in Bochum.

Das Unternehmen wird auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Nokia eine Produktionsstätte für 3D-Scanner eröffnen. Durch die Investition entstehen neue Arbeitsplätze für die von der Schließung des Nokia-Standorts Bochum betroffenen Mitarbeiter. Das Unternehmen hat zugesagt, bei gleicher Eignung vorrangig ehemalige Nokia-Mitarbeiter einzustellen und dabei eng mit der Transfergesellschaft zusammenzuarbeiten.
 
Scanbull wird am Standort in Bochum Produktions- und Büroflächen übernehmen, um dort Produktentwicklung, Produktion, Verwaltung und Vertrieb aufzubauen. Darüber hinaus werden wissenschaftliche Einrichtungen und Kooperationsunternehmen der Scanbull AG aus den angrenzenden Bereichen in den neuen Scanbull-Räumen angesiedelt. Laut Manfred Band, CEO von Scanbull, plant das Unternehmen im ersten Schritt, rund 150 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Nokia hat sich nach Angaben von Scanbull bemüht, die benötigten Flächen unbürokratisch zur Verfügung stellen, und wird bei der Suche nach Mitarbeitern behilflich sein.

Die Ansiedelung von Scanbull ist Teil des Programms »Wachstum für Bochum«, dass Nokia gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Bochum ins Leben gerufen hat. Ziel des Programms ist es, in Bochum und der Region Wachstumsimpulse zu fördern, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Investitionen zu generieren.

Die Betriebsratsvorsitzende von Nokia Bochum Gisela Achenbach begrüßte das Engagement von Scanbull und schätzt, dass das Unternehmen nicht nur hoch qualifizierte Arbeitnehmer einstellt. 40 Prozent der Scanbull-Stellen sollen demnach für geringer qualifizierte Mitarbeiter vorgesehen sein.