Endlich Urlaub

<p>Die Entspannung beginnt schon beim Abflug. Da ja Flüssigkeiten über 100 Milliliter im Handgepäck verboten sind, habe ich schon zu Hause stundenlang Rasierschaum, Sonnenmilch, Body Lotion etc.

Die Entspannung beginnt schon beim Abflug. Da ja Flüssigkeiten über 100 Milliliter im Handgepäck verboten sind, habe ich schon zu Hause stundenlang Rasierschaum, Sonnenmilch, Body Lotion etc. in vorher entleerte Zahnpastatuben abgefüllt. Was für eine fiese Fieselarbeit. Das nächste Mal werfe ich es einfach in den Koffer. Ätsch.

„Bustransfer ins Hotel, ca. 1 Stunde. Bitte beachten Sie die Zeitumstellung.“ Also fahren wir zwei Stunden. Endlich im Hotel mit Fahnenmeer am Eingang.

Wie viel Trinkgeld gibt man dem netten Mann, der einem die Koffer ins Zimmer hieft? Schade, kein Kleingeld in Landeswährung. Na, dann beim nächsten Mal. Rumms, die Tür fliegt ins Schloss. Das machen die wohl hier so.

Frühstück mit Buffet. Eine verschinkte halbe Sau lege ich auf meinen Teller mit Hotellogo-Aufdruck. Hey, das ist Buffet, und hey, ich bin Deutscher. Da darf man das! Das wird sogar teilweise erwartet von uns deutschen Touristen von Welt. Die Liegen am Pool wurden natürlich lange vor Sonnenaufgang und Stunden vor dem Frühstück in Beschlag genommen. Die Knoten, mit denen ich unsere Handtücher ans Liegeplastik geschmiedet habe, lernt man bei keinem Segelkurs der Welt. Bombenfest.

Im Hotelzimmer lese ich auf dem Aufkleber neben dem Fön (den ich dringend brauche, siehe Foto): „Wissen Sie eigentlich, wie viele Handtücher jeden Tag in den Hotels weltweit gewaschen werden?“ Es beruhigt mein ökologisches Gewissen, dass unsere Handtücher die letzten Tage nicht dazu gezählt haben. Nachdem ich mich bei der mehrsprachigen Rezeption beschwerte, wurde auch unser Zimmer nach einigen Tagen gereinigt. Danach sah es aus wie mit der Zahnbürste geputzt. Und so wie die nachher aussah, war es sogar meine Zahnbürste. Kein Wunder, dass ich langsam Haare auf den Zähnen bekomme.

Zeit fürs Abendessen oder wie auf der Tafel vor dem Speisesaal steht – „GALADINNER“. Am Nebentisch schaut Sigi Rauch im Kapitäns-Jacket etwas irritiert. Was will er bloß? Ich habe doch extra die schwarzen Adiletten zu den Batik- Bermudas angezogen. Man hat ja Stil. Muss ja nicht gleich jeder sehen, wo ich herkomme. Obwohl... – das Deutschland- Trikot, na ja. Sommermärchen halt.

Erholen Sie sich gut
Ihr Matthäus Hose