Zukünftige Atom-Prozessoren mit 50 Mal geringerer Stand-by-Power

Auf seinem »Research@Intel Day« gab Intel einen Ausblick auf künftige Projekte. Unter anderem soll bei den Atom-Prozessoren die Stromaufnahme im Stand-by-Modus um den Faktor 50 gesenkt werden.

Der Stromsparprozessor Intel Atom soll bezüglich seiner Leistungsaufnahme noch deutlich sparsamer gemacht werden. Auf dem »Research@Intel Day« in Mountain View, Kalifornien, präsentierte Intel rund 40 zukunftsweisende Projekte aus seinen Labs, darunter auch einen Ausblick auf zukünftige Atom-Prozessoren.

»Platform Power Management« (PPM) heißt die Technik, die in die zukünftige Familie von Atom-Prozessoren (Codename Moorestown) integriert wird. Diese Prozessoren werden derzeit für MIDs (Mobile Internet Devices) entwickelt. Ticky Thakkar, Intel-Fellow und Director of Platform Architecture for the Ultra Mobile Group, gab bekannt, dass man bei diesen Prozessoren die Stromaufnahme im Stand-by-Modus im Vergleich zur aktuellen Generation auf ein Fünfzigstel reduzieren konnte – was deutlich längere Akku-Laufzeiten möglich macht.

PPM verfolgt einen fundamental neuen Ansatz, bei dem die Hardware die Stromspar-Richtlinien (»power policies«) des Betriebssystems sehr viel schneller umsetzen kann. Der Computer kann dann auf intelligente Weise den Stromverbrauch von gerade nicht benötigten System-Komponenten (wie etwa WLAN-Adaptern oder I/O-Subsystemen) extrem reduzieren oder gar komplett abstellen – und im Bedarfsfall automatisch sofort wieder reaktivieren. Platform Power Management könnte eines Tages in allen Intel-Prozessoren – für Smartphones und MIDs bis hin zu High-Performance-Servern – zum Zuge kommen.

Die »Moorestown«-Plattform wurde auf Intel-Developer-Foren und Investorentreffen bereits häufiger erwähnt, ist aber noch nicht offiziell angekündigt. Experten erwarten Moorestown auf Laufe des Jahres 2010, da schon 2011 die 32-nm-Plattform »Medfield« erscheinen soll.