Windows 7 Embedded voraussichtlich im Frühjahr 2010

Es gibt sie, es gibt sie nicht ... es gibt sie! Nach dieser einfachen Regel gibt es für jedes zweite Windows auch eine Embedded-Version. Beim »7er-Windows« ist es wieder soweit.

Windows NT war das erste Windows, von dem es eine Embedded-Version gab. Bei Windows 2000 gingen Embedded-Nutzer leer aus, aber Windows XP ist bis heute das aktuelle Embedded-Windows, denn von Windows Vista gibt es wieder keine Embedded-Version. »Embedded« im Sinne von Microsoft bedeutet, dass das Betriebssystem in Komponenten zerlegt ist und vom Entwickler nur diejenigen Bestandteile im Gerät installiert werden, die auch tatsächlich gebraucht werden. So kann z.B. bei Windows Embedded der Internet Explorer oder der Media Player weggelassen werden.

Unter dem Codenamen »Quebec« wird es von Windows 7 wieder eine Embedded-Version geben, allerdings nicht mehr so stark modularisiert wie bisher, wie Tom Fatan, Channel Manager Central Europe bei Microsoft, sagt. Denn Speicher ist sehr preiswert geworden und der Druck, Speicher zu sparen, ist deshalb nicht mehr so groß. Allerdings werden nicht – wie bei einer Windows-7-Vollinstallation – mehrere Gigabytes Treiber auf das Zielsystem kopiert, sondern nur die wirklich benötigten.

Windows 7 Embedded wird auf Visual Studio 10 abgestimmt sein und Microsofts Flash-Pendant »Silverlight« enthalten. Auch neue Eingabe-Funktionen wie Multitouch und Gestenunterstützung sollen mit Windows 7 Embedded Einzug halten. Ein wenig Geduld ist allerdings noch angesagt: Windows 7 Embedded soll »sechs bis neun Monate« nach dem Verkaufsstart von Windows 7 veröffentlicht werden. Windows 7 ist für den 22. Oktober 2009 angekündigt.