Aufgeschraubt VR-Brille Oculus Rift geknackt

Die Virtual Reality Brille Oculus Rift wird auseinandergeschraubt.
Die Virtual Reality Brille Oculus Rift wird auseinandergeschraubt.

Sie ist eines der erfolgreichsten Crowdfunding-Projekte weltweit und liegt nun in der zweiten Entwickler-Version vor. Marktreif ist die Computerspiel-Brille Oculus Rift zwar immer noch nicht, aber wir haben schon einen Blick unter die Abdeckungen gewagt.

Den Fans von Computerspielen war sie mehr als 2 Millionen Dollar wert, Facebook legte im März sogar 2 Milliarden auf den Tisch. Die Rede ist von Oculus Rift, einer der vielversprechendsten Virtual-Reality Brillen. Seit einigen Wochen wird die zweite Entwickler-Version (Development Kit 2) ausgeliefert. Sie ist Kompakter und beherbergt mehr Elektronik als der erste Prototyp. Doch was macht die VR-Brille eigentlich so populär?

Der Immersionseffekt

Es ist vor allem die Vision, komplett in eine digitale Spielwelt eintauchen zu können - und das zu erschwinglichen Preisen. Diesen Ansatz verfolgt Oculus VR von Beginn an, das Dev Kit 2 ist aktuell für rund 260 Euro zu haben. Die VR-Brille hebt sich vor allem durch ihr weites Sichtfeld von der Konkurrenz ab. Es beträgt 100 Grad in der Diagonalen und füllt damit nahezu das gesamte Gesichtsfeld aus. Weil keine Bildschirmränder erkennbar sind, hat man das Gefühl, sich direkt im Spiel zu befinden (Immersion). Die Inhalte kommen dabei von einem PC, der mittels HDMI-Kabel verbunden ist.

Ein 5,7-Zoll-AMOLED-Screen sorgt für eine Auflösung von 960 x 1080 Pixeln pro Auge. Sensoren übertragen die Kopfbewegungen in die Spielumgebung. Sie arbeiten mit einer Abtastrate von 1000 Hz und sorgen so dafür, dass die Verzögerung im Bild minimal ist. Man kann sich quasi in Echtzeit frei im Raum bewegen erlebt eine nahezu realistische 3D-Welt. Welche Technik im Detail dahinter steckt, erfahren Sie in der Bilderstrecke. 

 

Bilder: 9

Oculus Rift DK2: Die Elektronik hinter Virtual Reality

In der Rubrik "Aufgeschraubt" schauen wir diesmal, welche Chips in Oculus Rift für die virtuelle Realität sorgen.

Verbessertes Gameplay

Ein Display mit schnellerer Bildwiederholrate reduziert unliebsame Nachzieh-Effekte und Ruckler. Außerdem enthält das Development Kit 2 (DK 2) eine externe Kamera zum Head-Tracking (Positionsbestimmung des Kopfes). Das soll die Latenzzeit verkürzen, um Verzögerungen im Gameplay zu minimieren.

Softwareseitig steht ein offenes SDK bereit, das drei verschiedene Spiele-Engines unterstützt. Zudem gaben die Entwickler das Versprechen, dass alle Spiele, die für DK 2 entwickelt werden, auch auf der finalen Oculus Rift lauffähig sein werden. 

Noch nicht am Ziel

Trotz einiger funktionierender Spiele und einer soliden Hardware: Die Oculus Rift ist noch nicht im Massenmarkt angekommen. Das Oculus Team spricht selbst nicht vom Durchbruch, sondern von einem "Schritt in die richtige Richtung". Wer heute ein Development Kit bestellt, kann frühestens im September damit rechnen. Die einst kolportierte Markteinführung Ende des Jahres dürfte damit nur schwer zu erreichen sein. Aber der Entwicklungssprung von der ersten zur zweiten Version zeigt: Die Jungs sind arbeiten hart daran, die VR-Brille an den Start zu bringen. Und das dürfte nicht zuletzt dem Unternehmen mit dem weißen "f" auf blauem Grund am Herzen liegen.