VIA macht eigenen Kunden Konkurrenz

Mit der Vorstellung eines Embedded-Box-PCs begibt sich VIA auf das Geschäftsfeld von Kunden, die VIA-Prozessoren oder -Boards zukaufen, um eigene Embedded-PCs daraus zu bauen.

Schon in der Vergangenheit hatte VIA über seine Prozessoren und Chipsätze hinaus im Board-Computergeschäft mitgemischt, um – ähnlich wie Intel – fertige Referenzdesigns aus Prozessor, Chipsatz und Mainboard im Angebot zu haben. Aber auch Komplettsysteme sind nichts neues für VIA. Allerdings zielten solche Komplettsysteme bisher eher auf den Heimanwendermarkt, z.B. der »VIA Artigo«. Jetzt geht VIA mit der Systemintegration einen Schritt weiter und bietet auch ein Embedded-Box-System an: den VIA AMOS-3000.

Embedded-Box-PCs von Via



Der AMOS-3000 wird erstmals auf der embedded world 2009 in Nürnberg vorgestellt. Das Design mit Kühlrippen an der Außenseite besteht aus fünf Teilen: obere Abdeckung, Bodenplatte, Front- und Seitenblenden sowie ein Pico-ITX-Board. Über VESA-Befestigungsvorrichtungen kann der Computer hinter einem Monitor montiert werden.

In den AMOS-3000 können wahlweise zwei Pico-ITX-Boards eingebaut werden, entweder mit einem 500-MHz-VIA-Eden-Prozessor oder mit einem 1-GHz-C7. Beide sind mit dem Chipsatz VX700 bestückt, der MPEG-2, -4 und WMV9-Wiedergabe beschleunigt. Der einzige SODIMM-Steckplatz kann mit einem DDR2-Modul von max. 1 Gbyte Speicher bestückt werden. Über einen 44-poligen IDE-Steckverbinder kann eine Flash-Disk angeschlossen werden. Für eine 2,5-Zoll-Festplatte muss eine Gehäuseerweiterung installiert werden.