Verbindung für alle Fälle

So vielfältig die M2M-Kommunikationsaufgaben sind, so vielfältig ist auch das Angebot an Kommunikationsmodulen – drei sehr unterschiedliche Lösungen von SSV, Digi und Hy-Line belegen die Dynamik des Marktes.

Die Anforderungsprofile für M2M-Kommunikation reichen von einfachen Schaltvorgängen bis hin zur vollständigen IP-basierten Netzwerken – dazwischen gibt es die unterschiedlichsten Ansätze, sowohl drahtgebunden als auch funkbasiert, und die unterschiedlichsten Topologien.

So bietet beispielsweise SSV Software Systems ein IP-Modem als Ersatz von Analog- und ISDN-Modems an, um das Internet als virtuelle Stand- oder Wählleitungsverbindung zu nutzen. Dieser Brückschlag bietet sich an, da unzählige Baugruppen mit serieller Schnittstelle für den Modembetrieb per AT-Kommandos vorbereitet sind. Dadurch ist die weltweite Fernwartung per Analog- oder ISDN-Modem möglich. Modemkonfiguration und Übertragungssteuerung (Verbindungsauf- und Abbau) erfolgen über AT-Befehle. Nach einem erfolgreichen Verbindungsaufbau steht eine transparente Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen zwei Modems zur Verfügung.

Als Übertragungswege dienen ursprünglich öffentliche Telefonnetze oder spezielle Standleitungen; mit dem IGW/920-IPM bietet SSV aber nun die Möglichkeit, konventionelle Modems durch eine IP-basierte Intranet- oder Internet-Verbindung zu ersetzen. Die Verbindung zum IP-Netzwerk erfolgt dabei über das 10/100-MBit/s-LAN-Interface des IP-Modems. Über die serielle RS232-Schnittstelle des IP-Modems wird ein AT-Befehlsinterpreter emuliert. Als Telefonnummer für den Verbindungsaufbau dient die IPAdresse des jeweils anderen IPModems. Alternativ kann auch ein DNS-Name oder Telefonbucheintrag (Kurzwahl über Match-Tabelle) verwendet werden. Die mit einem IGW/920-IPM verbundene Baugruppe kann außerdem dieselben AT-Befehle nutzen, eine Neukonfiguration ist nicht erforderlich. Der AT-Interpreter des IGW/ 920-IPM ist einstellbar und kann an spezielle AT-Befehle oder Parameter angepasst werden.

Nach erfolgreichem Verbindungsaufbau steht zwischen zwei IP-Modems eine komplett transparente RS232-Verbindung über das IP-Netzwerk zur Verfügung. Die Umsetzung der RS232-Daten in IP-Pakete erfolgt durch das IGW/920-IPM. Für die IP-Adressierung im Internet kann der integrierte DynDNS-Client verwendet werden. Dadurch werden absolute IPAdressen durch DNS-Namen ersetzt.

Die Kommunikation zwischen zwei IP-Modems über ein Intranet oder das Internet kann über ein VPN (Virtual Private Network) gesichert werden. Dafür wurde in die Firmware des IGW/920-IPM das Open-Source-Paket OpenVPN integriert. Es werden Zertifikats- oder Pre-Shared-Key-basierte Authentifizierungen und Verschlüsselungen unterstützt. Alle Daten werden über Hash Codes signiert, so dass absichtliche Datenverfälschungen ausgeschlossen sind.

Die gesamte Gerätekonfiguration des IGW/920-IPM erfolgt über ein Web-basiertes Interface. Dafür wird eine Ethernet-LAN-basierte Verbindung zu einem PC mit Web-Browser hergestellt. Die per Browser erzeugten Konfigurationsdaten werden dauerhaft in einem Flash gespeichert.