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Start-up-Szene: Wo Intel investiert

Intels Investmentgesellschaft Intel Capital hat im letzten Jahr rund eine halbe Milliarde US-Dollar in Start-up-Unternehmen investiert. Die Investitionsaktivitäten machen deutlich, welche Anwendungsgebiete und Techniken Intel als zukunftsträchtig ansieht.

Welche Invenstitionsaktivitäten sind zukunftsträchtig? Bildquelle: © Intel - Chip Holley
Welche Invenstitionsaktivitäten sind zukunftsträchtig?

Jedes Jahr im Winter findet im kalifornischen San Diego der Intel Capital Global Summit statt. Auf diesem Event berichtet Intels [1] globale Investitions- und M&A-Organisation (Mergers & Acquisitions) über ihre Aktivitäten. Außerdem können sich Unternehmen präsentieren, die für ein Investment in Frage kommen. Im vergangenen November berichtete der Vorsitzende von Intel Capital, Wendell Brooks: »Mit den heutigen Investitionen werden wir Investitionen von mehr als 500 Millionen US-Dollar für 2015 erreichen.« Das ist eine Rekordsumme und eine steiler Anstieg im Vergleich zum Jahr 2014, in dem Intel Capital 359 Millionen US-Dollar investierte. Die »heutigen Investitionen« waren ein Paket von 22 Millionen US-Dollar, das auf zehn Firmen aus fünf Ländern aufgeteilt wurde.

Interessant ist ein Blick auf die Firmen und Techniken, in die Intel investiert. Natürlich ist die Start-up-Szene ein sehr dynamisches Feld und man sagt, dass sich nur rund ein Zehntel der Investitionen lohnen – diese dann aber überproportional. Auch Intel ist von diesen statistischen Regeln nicht ausgespart, aber man kann zumindest vermuten, dass ein Schwergewicht wie Intel in Firmen investiert, die aussichtsreiche Projekte und Ideen haben. Schwerpunkte der Investitionen sind Kommunikation, Wearables und neue Lösungen für bestehende Probleme.

Die Datenübertragung per Audio-Signal wird »Smart Tones« genannt. Dabei werden für den Menschen nicht hörbare hochfrequente Töne im Bereich von 18,5 bis 19,6 kHz ausgestrahlt, die praktisch jeder bessere Lautsprecher produzieren kann. Jeder Lautsprecher kann damit in eine Sendeeinheit verwandelt werden, die in Räumen effektiver arbeiten soll als die marktüblichen Funkverfahren, allen voran Bluetooth.

Einen Ort durch die Kombination von drei Worten statt durch umständliche GPS-Koordinaten beschreiben Bildquelle: © what3words Ltd
Bild 1. Einen Ort durch die Kombination von drei Worten statt durch umständliche GPS-Koordinaten beschreiben – das ist die Idee von what3words.

Die für Menschen nicht hörbaren Töne können einem Audiosignal überlagert oder separat von einem Lautsprecher wiedergegeben werden. Per Mikrofon werden sie von Smart­phones und Tablets empfangen und verarbeitet. Damit können z.B. bei Sportveranstaltungen, Rundfunkübertragungen, in Geschäften und Live-Konzerten Inhalte auf mobile Endgeräte übertragen werden. Der 125 Millionen US-Dollar schwere »Intel Capitals Diversity Funds« hat das Unternehmen LISNR frisch in sein Portfolio aufgenommen und in das Unternehmen investiert.

Sckipio, ein Halbleiterhersteller aus Israel, bietet ICs für G.fast-Modems an – ein Standard der ITU, der als Nachfolger von VDSL2 angesehen wird. Laut Intel ist Sckipio das erste Unternehmen, das kommerzielle G.fast-Chipsätze herstellt, um bis zu 1 Gbit/s über bestehende Kupferleitungen zu übertragen.

Die Entwickler und Betreiber der mehrfach preisgekrönten Internetseite what3words aus London haben sich ein Verfahren einfallen lassen, um einen Standort genau, einfach und eindeutig zu finden und zu beschreiben. Dazu haben sie die Welt in 57 Billionen Quadrate in einer Größe von 3 x 3 m² eingeteilt. Zu jedem Quadrat gehört eine eindeutige Kombination aus drei Wörtern (Bild 1). Die Wortkombination kann leicht in andere Applikationen inte­griert werden und ersetzt die für Menschen schwerer zu merkenden GPS-Koordinaten. Besonderen Nutzen hat das Verfahren in Ländern, in denen es keine Postleitzahlen und kein Adresssystem gibt.