Telelogic-Übernahme durch IBM unter Dach und Fach

Die EU-Kommission sagt »Ja« zur Übernahme von Telelogic durch IBM. Beschränkungen wurden nicht angeordnet.

Lange war die Übernahme der schwedischen Telelogic AB durch IBM wegen kartellrechtlicher Bedenken in der Schwebe. Nach sechs Monaten hat die EU-Kommission jetzt grünes Licht gegeben: IBM muss sich keiner Beschränkung beugen und darf Telelogic für rund 845 Mio. US-Dollar übernehmen. Telelogic beschäftigt in weltweit 22 Niederlassungen rund 1200 Mitarbeiter.

Durch den vor wenigen Jahren erfolgten Aufkauf von Rational Software vereint IBM damit ein umfangreiches Sortiment von Software- Entwicklungswerkzeugen von der kommerziellen, unternehmensweiten Großanwendung bis zum kompakten Embedded-System. Telelogic hatte wiederum seinen Wettbewerber I-Logix geschluckt, so dass man nunmehr von einer umfassenden Marktkonsolidierung sprechen kann.

Die Software-Entwicklungswerkzeuge von Telelogic und IBM werden vorwiegend eingesetzt in den Marktsegmenten Raumfahrt, Verteidigung, Telekommunikation, Elektronik und Automotive. Die Produkte sind eher für große Projekte und große Teams geeignet, in denen der gesamte Entwicklungsprozess mit Werkzeugunterstützung abläuft - von der Spezifikation über die Verwaltung von Anforderungen und Änderungen bis hin zum Test und der Bereitstellung für den Kunden.

»Mit der Übernahme von Telelogic steigt IBM in den aufstrebenden Markt für Softwareentwicklung für nicht-Computer-basierte Anwendungen ein, wie Antiblockiersysteme für Autos, Navigationssysteme, medizinische Systeme, Consumer Electronics, Roboter und andere«, erklärt Markus Wiens, Marketing-Manager IBM Rational bei der IBM Deutschland.