Stromsparen, Qualität und ein Eclipse-Tool räumen Embedded Award ab

Den Embedded Award für besonders innovative Exponate auf der Embedded World haben Produkte abgeräumt, die Strom sparen, die Qualität von Software verbessern oder die Software-Entwicklung mit Eclipse einfacher machen.

Es ist so spannend wie beim Lotto, aber die Chancen sind besser: Am ersten Messetag der embedded world wurde bekannt gegeben, wer die glücklichen Gewinner des Embedded Award 2009 sind. Während man für sechs Richtige im Lotto allerdings nur eine Chance von ca. 1 zu 15 Millionen hat, waren es beim Embedded Award 2008 »nur« 675 Aussteller, gegen die ein Bewerber antreten musste.

Und dadurch, dass es den Award in den drei Kategorien Hardware, Software und Tools gibt, lag die theoretische Chance bei 1 zu 225. Die Praktische ist freilich noch viel höher, denn längst nicht jeder Aussteller reicht eine Bewerbung ein. Außerdem ist der Gewinn des Embedded Award nicht nur reine Glückssache - durch innovatives Design kann man seine Chancen beträchtlich erhöhen.

Eine von den Ausstellern unabhängige Jury aus Wissenschaftlern bewertet die eingereichten Bewerbungen: Prof. Dr.-Ing. Heinz Gerhäuser, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen, Dr. Rainer Kallenbach, Mitglied Bereichsvorstand Autoelektronik der Robert Bosch GmbH, Prof. Dr.-Ing. Matthias Sturm von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, Leipzig, sowie Steve Furber, Professor für Computerwissenschaften an der Universität in Manchester. Der Award wird in drei Kategorien verliehen: Hardware, Software und Tools.

MSP430F5xx - Stromsparen à la TI

Die Mikrocontrollerfamilie MSP430 der Generation F5xx geht sicher nicht wie eine Rakete ab, denn sie wird nur mit max. 25 MHz getaktet. Dafür verbraucht der Controller Im Stand-by-Modus, wenn nur noch die Echtzeit-Uhr läuft, 1,5 µA. Das entspricht einer Batterielaufzeit von 20 Jahren oder einem batterielosen Betrieb, wenn ein kleines Solarmodul angeschlossen ist. Stromsparen war eines der obersten Ziele beim Entwurf dieses Bausteins. Unter Last verbraucht er nur 160 µA/MHz, mithin also 4 mA bei 25 MHz. Ebenfalls zur Sparsamkeit tragen die integrierten Peripherieeinheiten bei, die das Hinzufügen externer Bausteine für die Display-Ansteuerung, USB, Verschlüsselung und in der Zukunft auch Funkschnittstellen überflüssig machen.

Der Controller kann bis zu 1 Mbyte Arbeitsspeicher adressieren. Auf dem Chip befinden sich 256 Kbyte Flash und 16 Kbyte RAM, mit denen sich z.B. Funksensor-Netzwerke oder relativ komfortable Benutzeroberflächen bauen lassen. Obwohl der F5xx doppelt so viel Flash- und RAM-Speicher wie seine Vorgänger enthält, verbraucht er 50 Prozent weniger Strom. Dank der niedrigen Versorgungsspannung, die zwischen 1,8 und 3,6 V liegt, kann der Baustein direkt von der Batterie versorgt werden. Auch der Flash-Speicher wird gelesen, beschrieben und gelöscht bis hinunter zu einer Grenzspannung von 1,8 V. Das bedeutet, dass sich ein System mit zwei NiMH-Akkus bis zur Entlade-Endspannung von 0,9 V betreiben lässt.