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Basis für Zuverlässigkeit und Sicherheit: Qualitätssicherung im Softwareentwicklungsprozess

Die Software-Qualität ist mittlerweile entscheidend für den Erfolg vieler Produkte – Mängel der Software waren auch schon der Sargnagel für Gerätehersteller. Wie sichert man nun am besten die Qualität? Über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg! Dabei gilt es einige Fallstricke zu beachten.

Das V-Modell liefert die passenden Testfälle für jeden Einzelschritt in der Softwareentwicklung. Bildquelle: © Coming GmbH

Das V-Modell liefert die passenden Testfälle für jeden Einzelschritt in der Softwareentwicklung.

Maßnahmen, die die Qualität der Ergebnisse von Softwareentwick­lungsprojekten sicherstellen sol­len, sind in der Praxis, d.h. bei den Entwicklern oft unbeliebt. Sie werden von oben diktiert, ih­re Umsetzung ist deshalb nicht freiwillig. Solche Maßnahmen mischen sich ein und sind so ge­eignet, geliebte Freiräume anzu­tasten. Oft stellen sie auch forma­le Aspekte in den Vordergrund, die nichts zur Lösung des gerade aktuellen technischen Problems beitragen, sondern als unnötige Zusatzbelastung empfunden werden. Wenn es mit Zusatzar­beit getan ist, ist es noch erträg­lich, peinlich wird es, wenn in den eigenen Arbeitsergebnissen »Pfusch« aufgedeckt wird, wo Qualität doch so selbstverständlich ist.

Wer in dieser Branche tätig ist, weiß, dass man dann oft viele Baustellen of­fen hat, von denen die eine oder andere zur Institution werden kann. Das pas­siert, und genau dafür sind Qualität si­chernde Maßnahmen gut. Sie als selbst­verständlichen Teil der Arbeit zu akzep­tieren, lohnt sich meist. Auf die Dauer gibt es bei den Arbeitsergebnissen keine Privatsphäre, warum also nicht öffent­lich arbeiten und die Qualitätssicherung als Zuarbeit für die eigene Unzuläng­lichkeit nutzen?

Aber wie und wo kommt Qualität in die Software? Ein Blick auf eine allge­meine Darstellung des Softwareent­wicklungsprozesses, das V-Modell, lässt einiges augenfällig werden: Der linke Schenkel des V ist der kon­struktive Teil. Hier entsteht das Produkt, hier entsteht die Quali­tät. Im linken Schenkel wird der konstruktive Teil verifiziert. Nichts was hier entsteht, wird fester Bestandteil des Produktes, was seine Wichtigkeit nicht schmälern soll.

Betrachtet man die linke Hälfte von oben nach unten, nimmt mit jedem Schritt der Detaillierungsgrad zu, wäh­rend auf der rechten Seite der Detaillierungsgrad wieder ab­nimmt. Je dunkler die Box bei den Tests ist, umso größer ist der Aufwand, einerseits festgestellte Fehler zu lokalisieren, anderer­seits sie im Bereich der linken Seite zu beseitigen.