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Funktionale Sicherheit in Systemaufbau integrieren: Selbsttest-Bibliothek für Infineon-Mikrocontroller

Hitex, Anbieter von Software und Debugging-Tools rund um Embedded-Systeme, hat eine Selbsttest-Bibliothek entwickelt, die speziell auf Infineons Mikrocontroller-Familie XMC4000 zugeschnitten ist.

Die Selbsttest-Bibliothek fRSTL xmc für den Mikro­controller XMC4000 von Infineon wurde zur Verein­fachung der Zertifizierung nach IEC 61508 entwickelt. Bildquelle: © Hitex

Die Selbsttest-Bibliothek fRSTL xmc für den Mikro­controller XMC4000 von Infineon wurde zur Verein­fachung der Zertifizierung nach IEC 61508 entwickelt.

Damit sollen laut Hitex [1], das seit 2003 als Tochterunternehmen von Infineon [2] agiert, Entwickler von SIL2- und SIL3-zertifizierten Industrieanwendungen schnell sicherheitskritische Punkte in den Mikrocontrollern ausfindig machen und kennzeichnen können.

Die Selbsttest-Bibliothek soll Entwickler in die Lage versetzen, die für die Zertifizierung nötigen Sicherheitsanforderungen mit möglichst wenigen Modifikationen ihrer Hardwarekomponenten zu erreichen.

Die Bibliothek gehört zur Familie der Fault Robust Software Test Libraries (fRSTL), die nach dem Prinzip der „Fault Injection“ arbeiten, also gezielt Fehler in das System einschleusen, um sicherheitskritische Punkte erkennbar zu machen. Entwickelt und patentiert wurde die Technik von der italienischen Software-Firma Yogitech, die sich auf funktionale Sicherheit spezialisiert hat und mit Hitex kooperiert. Die fRSTL für den XMC4000 wurde laut Hersteller mit Blick auf die Entwicklung von Anwendungen in der Fabrikautomation, den Industrieantrieben und der Robotik konzipiert und soll Systementwicklern den Zertifizierungsprozess nach IEC 61508 erleichtern. Neben der vorzertifizierten Software bietet Hitex zusätzliche Beratung für den Lizenzierungsprozess an, Quellcode und diverse Leitfäden.

Hitex auf der embedded world 2016: Halle 4, Stand 258