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Frankreich: 45 Millionen für Entwicklung von Embedded-IoT-Software

Ein französisches Konsortium will mit dem Millionenetat eine Art »Android industriel à la française» entwickeln. 18 Millionen davon kommen aus Steuergeldern.

S3P-Logo Bildquelle: © Esterel Technologies

Unter der Führung der französischen Software-Firma Esterel hat sich die Allianz »Smart, Safe & Secure Platform« (S3P) zusammengetan, der Software-Unternehmen, Mikrocontroller-Hersteller und bedeutende Anwender aus der Industrie angehören. Die Allianz besteht aus Technologie-Partnern, die offensichtlich für Forschung und Entwicklung zuständig sind sowie Anwendern, die Anforderungen formulieren und Pilotprojekte aufsetzen. Zu den Technologie-Partnern gehören u.a.  Krono Safe, MicroEJ, Prismtech und Sysgo [1]; Anwender sind u.a. Airbus, Alstom, Continental [2], NXP Semiconductors [3], Sagem, Schneider Electric [4], STMicroelectronics [5] und Thales [6].

Von dem Gesamtetat von 45 Millionen Euro stammen 18,3 Millionen aus einem Fördertopf der französischen Regierung, der sich »Nouvelle France Industrielle« nennt. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre.

Im Rahmen des Projekts soll eine »Plattform« entwickelt werden, mit der die Konsortialpartner schneller kommerzielle Produkte auf den Markt bringen können, die sich an das Internet der Dinge anschließen lassen. Diese Plattform soll – wie der Projektname sagt – intelligent und sicher sein. Das französische Magazin »Vipress.net« bezeichnet die entstehende Plattform als »eine Art industrielles Android«.

Das Förderprogramm der französischen Regierung ist kaum mit deutschen Forschungsprogrammen wie z.B. SPES (Software Plattform Embedded Systems) vergleichbar, weil es sich in Frankreich um eine reines Industrie-Konsortium handelt, während in Deutschland immer auch Forschungseinrichtungen wie Hochschulen und Fraunhofer-Institute eingebunden sind.