So rund wie noch nie: Windows Embedded CE 6.0

Mit der Version 6.0 von Windows CE hat Microsoft sein bislang beachtlichstes Paket im Embedded-Bereich geschnürt: deutliche technische Verbesserungen, Offenlegung des Source Code und erheblich mehr für's Geld.

Microsoft scheint seine Embedded-Schiene deutlich stärker zu gewichten. Die ersten Gehversuche vor 10 Jahren waren noch sehr unbeholfen und naiv, der Durchhaltewille ringt aber Respekt ab. Vom Embedded-Anfang an dabei war Craig Mundie, der mittlerweile Chief Research und Strategy Officer von Microsoft und damit Bill Gates Nachfolger auf dieser Position ist.

Mit »Windows Embedded CE 6.0« - so der etwas veränderte Name - setzt er nun Akzente: 100 Prozent des überarbeiteten Kernels legt Microsoft im Rahmen seiner Shared-Source-Initiative offen - damit sind im Vergleich zu vorausgegangenen CE-Versionen nun zusätzlich 56 Prozent an Code zugänglich.

Der Kernel erlaubt - statt der bisherigen 32 - nun 32.000 simultane Prozesse und 2 GByte Adressraum im virtuellen Arbeitsspeicher pro Prozess. Die Echtzeitfähigkeiten des Betriebssystems wurden gewahrt. Entwickler können somit eine höhere Anzahl an Applikationen in die Geräte integrieren.

»Windows Embedded CE ist der Kern der Non-Desktop-Strategie von Microsoft«, erklärt Mundie. »In den nächsten zehn Jahren wird sich Windows Embedded CE weiterhin auf die Öffnung neuer Märkte und innovativer Designmöglichkeiten für Gerätehersteller und Partner konzentrieren.«

Weitere Informationen veröffentlicht die »Markt&Technik« in ihrer Ausgabe 45 vom 10. November.