Neuer VESA-Standard für Display-Beschreibungsdaten Problem inhomogener Datenstrukturen gelöst

Der Standard »DisplayID« löst das Problem früherer Spezifikationen, die keine kompletten Beschreibungen für Embedded-Display-Schnittstellen lieferten. Mit Kontron hat der junge Standard bereits einen überzeugten Anbieter gefunden.

Neuer VESA-Standard für Display-Beschreibungsdaten

Der Standard »DisplayID« löst das Problem früherer Spezifikationen, die keine kompletten Beschreibungen für Embedded-Display-Schnittstellen lieferten. Mit Kontron hat der junge Standard bereits einen überzeugten Anbieter gefunden.

»DisplayID« soll die Datenstruktur der Display-Ansteuerung vereinheitlich, die sich in der Vergangenheit im IT-, Consumer-Elektronik- sowie Embedded-Bereich leider unterschiedlich entwickelt hat und zu proprietären Erweiterungen führte. Weil die Display-Technologie zunehmend vielfältiger wird und die Märkte zunehmend konvergieren, ist deshalb auch ein einheitlicher Standard für alle Branchen notwendig. So hat Intel bereits erklärt, dass DisplayID zukünftig direkt in die Embedded-Grafiktreiber der Intel-Embedded-Chipsätze implementiert wird, um die Marktdurchdringung auf Seiten der PC-Technologie sicherzustellen. Das Ziel ist, echte Austauschbarkeit von Displays und Computer-Modulen, Boards und Systemen herstellerunabhängig zu ermöglichen.

Damit ist es zukünftig sehr viel einfacher, mobile Embedded-Handheld-Geräte zu entwickeln, die intern auf LCD- oder zukünftig auf die neue OLED-Technik setzen und gleichzeitig einen Anschluss bieten für die komfortable Anbindung externer Bildschirme. Eine Musterapplikation wäre ein mobiles Diagnosegerät mit einfacher Benutzerführung via energiesparendem, integriertem Display und anschließender komfortabler Auswertung am großformatigen TFT-Monitor.

Im Gegensatz zu älteren Standards, die auf die Beschreibung von PC-Monitoren fokussiert sind und deren Ursprung die standardisierte Beschreibung von CRT-Monitoren war, ist DisplayID universell nutzbar. Anstatt eines starren 128- oder 256-Byte-Formats bietet DisplayID ein variables Datenformat: Ein DisplayID-Datensatz besteht aus mehreren Blöcken, die entsprechend des Funktionsumfangs des Display-Systems kombiniert werden. Jeder Block beschreibt dabei einen logischen Teil des Display-Systems wie Interfaces, Display-Device-Technologie, Timing-Details und Herstellerinformationen.

Das variable Format bietet hohe Zukunftssicherheit, weil jederzeit neue Blöcke hinzugefügt werden können. Beispielsweise für stereoskopische Monitore, für die ein neuer Datenblock bereits angelegt ist. Auch weitere Blöcke können zukünftig einfach zu dem DisplayID-Datensatz hinzugefügt werden. Neben der variablen Anzahl der Blöcke kehrt auch innerhalb der Datenblöcke hohe Flexibilität ein. So sind sowohl die Header-Länge als auch die Feldlänge jedes Datenblocks variabel und daher nicht mehr auf eine bestimmte Bytegröße festgelegt. Im Endeffekt ist damit ein DisplayID-Datensatz oft kleiner als ein heute noch üblicher Datensatz, wie ein aktueller LVDS-Datensatz belegt, der nur noch 81 Byte anstatt 128 oder 256 Byte groß ist.

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