Universal Graphics Module – Standard für langzeitverfügbare Embedded-Grafikkarten Nach Computer-on-Module kommt Graphics-on-Module

Der von Kontron und XGI initiierte Embedded-Grafikkarten-Standard überträgt das erfolgreiche Konzept der Computer-on-Modules auf den Grafikprozessor: Embedded-Systeme, die eine leistungsfähige, diskrete Grafiklösung erfordern, erhalten damit eine Art „Graphic-on-Module“.

Der von Kontron und XGI initiierte Embedded-Grafikkarten-Standard überträgt das erfolgreiche Konzept der Computer-on-Modules auf den Grafikprozessor: Embedded-Systeme, die eine leistungsfähige, diskrete Grafiklösung erfordern, erhalten damit eine Art „Graphic-on-Module“.

Die Nachfrage nach Grafikleistungen steigt seit der Verfügbarkeit von immer größeren Flachbildschirmen enorm. Jeder Fußball- Enthusiast kennt HDTV oder zumindest das Stichwort „HD-ready“. Großformatiges Home-Entertainment steht als eine der wichtigsten Investitionen auf vielen privaten Haushaltswunschlisten, die von den LCD-Fabs der mittlerweile sechsten Generation immer günstiger produziert werden. Der Markt der Flachbildfernseher soll sich in diesem Jahr auf 17 Mio. Geräte verdoppeln. Samsung, Sony und LG.Philips werden Produktionsstätten der siebten Generation (1,87 × 2,20 m2 große Glassubstrate) eröffnen, Sharp plant eine Fabrik der achten Generation für noch größere Trägergläser (2,16 × 2,40 m2). Triple Play soll Videos in höchster HDTV-Qualität (1080p = 1920 × 1080 Bildpunkte im Vollbildverfahren ohne Interlacing mit 24 Vollbildern pro Sekunde) über ADSL in die Wohnstuben bringen.

All diese Faktoren haben dazu geführt, dass immense Entwicklungssprünge im Markt der Flachbildschirme und deren Ansteuerung zu verzeichnen sind. Gleichzeitig wird diese Bildschirmtechnik auch immer kostengünstiger und damit für viele Applikationen zunehmend attraktiv. Dies betrifft nicht nur den Endkundenmarkt, sondern auch professionelle Embedded- Applikationen. Erste Adaptoren im professionellen Embedded-Computing- Bereich sind Anbieter bildgebender Medizintechnik, die bisher beispielsweise noch auf Graustufen-Monitore gesetzt hatten, weil hier die Kontrastqualität wesentlich hörer war, jetzt aber mit den neuen Standards auch mit Farbmonitoren zunehmend erreicht werden kann. Auch die Anbieter professioneller Spielautomaten adaptieren die neue Technik, denn sie müssen gegenüber den Leistungen der Homegaming- Branche einen deutlichen Mehrwert bieten, denn sonst würden die Kunden nicht mehr in die Casinos und Spielesalons gehen. Auch viele Public- Infotainment- und POS-Applikationen werden zunehmend neueste Bildschirmtechnologien verwenden.

Langfristig ist damit zu rechen, dass sogar Maschinen und Anlagen (Industrielle Bildverarbeitung, Inspektion, Qualitätskontrolle, Simulatoren) mit anspruchsvollster 3D-Grafik ausgestattet werden, denn auch Standard- Displays (ab 22 Zoll Widescreen) können die aktuell höchsten Auflösungen inklusive anspruchsvoller 3D-Grafik umsetzen. Handlungsbedarf besteht auch durch das neue Betriebssystem Windows Vista von Microsoft. Dessen Aero-Oberfläche (dreidimensional und mit Transparenz-Effekten) und das damit erfoderliche DirectX10-API für die Applikationen verlangen nach neuesten Grafikprozessoren. Wer bei seinen Applikationen auf DirectX10 setzt, wird in seiner Applikation auch die neuesten Grafikchipsätze verwenden müssen.