MultiMediaCard Association geht in JEDEC auf

Die beiden Organisationen hatten bereits in der Vergangenheit eng zusammengearbeitet. Der Zusammenschluss soll einheitliche Standards für Embedded-Speicher schaffen.

Die Spezifikationen von Embedded-MMC (e-MMC) und miCARD inklusive aller Rechte an geistigem Eigentum und Markennamen gingen mit sofortiger Wirkung von der MultiMediaCard-Association an die JEDEC über, teilt die JEDEC mit. Beide Organisationen hatten bereits bei der Entwicklung von e-MMC v4.2 und v4.3 zusammengearbeitet.

Der MultiMediaCard-Standard MMC beschreibt eine besonders kleine Flash-Speicherkarte – in der Version »e-MMC« auch als »semipermanent« eingebaute Speicherkarte auf Leiterplatten. Semipermanent bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Wechseln der Karte durch den Endbenutzer nicht vorgesehen ist, wohl aber durch den Hersteller oder durch einen Servicetechniker.

Der Zusammenschluss soll die Standardisierungsaktivitäten verschlanken und die Weiterentwicklung bestehender Spezifikationen unterstützen. »Durch unsere erfolgreiche Zusammenarbeit hat der e-MMC-Standard einen bedeutenden Erfolg auf dem Markt und die MMC-Technik wird von Mobiltelefon- und Navigationsgeräte-Herstellern für ihre Produkte eingesetzt«, sagt Yves Leonard, Vorsitzender der MultiMediaCard Association.

In der Zukunft wollen die Macher der MMC- und miCARD-Standards die Entwicklung neuer Versionen beschleunigen, um mit der raschen Entwicklung der Speichertechnik Schritt zu halten. Stichworte für kommende Entwicklungen sind Universal Flash Storage (UFS) und die Ergänzung von XiP-Speicherelementen (eXecute in Place) oder DRAM-Technik, um Programmcode direkt auf der Speicherkarte ausführen zu können. »Wir wollen MMC von einer traditionellen Speicherkarte zu einer universellen Lösung weiterentwickeln, die sowohl 'embedded' als auch extern verwendbar ist«, sagt Mian Quddus, Vorsitzender der JEDEC Board of Directors.