MontaVista bootet Linux in einer Sekunde

Auf dem Freescale Technology Forum hat MontaVista demonstriert, wie sich Linux binnen einer Sekunde auf einem PowerPC-Prozessor starten lässt.

Anhand eines digitalen Armaturenbretts hat MontaVista auf dem Freescale Technology Forum demonstriert, dass sich eine industrielle Embedded-Linux-Installation binnen einer Sekunde starten lässt.

Für bestimmte Anwendungen, bei denen der Nutzer eine sofortige Reaktion des Systems erwartet, ist die Systemstartzeit kritisch. Im Fahrzeugbereich ist etwa das Autoradio ein solches System. Der Nutzer erwartet unmittelbar nach dem Einschalten, einen Sender zu hören. Sowohl QNX als auch Microsoft haben für ihre Betriebssysteme Neutrino bzw. Windows CE Schnellstart-Techniken ersonnen, die derartiges ermöglichen. Bei Linux gelang dies bisher nicht, weil die Initialisierung von Peripherie und Netzwerkschnittstellen sowie die Speicherverwaltung eine gewisse Zeit beanspruchen.

MontaVista ist es nun gelungen, auf einem MPC5121e-Board binnen einer Sekunde einen Kaltstart durchzuführen. »Man hat immer gedacht, dass Embedded Linux niemals in dieser Geschwindigkeit starten könnte,« sagt Jim Ready, Chief Technology Officer von MontaVista. Auf technischer Seite spricht MontaVista von einem »hochoptimierten Kernel und der Feinabstimmung der gesamten Gerätesoftware.