Mezzanin-Karten auf FPGA-Basis

Kurz vor der embedded world 2008 wartet MEN mit zwei Mezzanin-Karten, die conduction-cooled-PMC P598 und das XMC-Modul P699, mit FPGA-Funktionalität auf.

Das dieser Ein-/Ausgabe-Familie zugrunde liegende »Universal-Submodule (USM)«-Konzept realisiert die gewünschte Funktionalität als IP-Core im FPGA der jeweiligen Mezzanin-Karte, während die Leitungsphysik auf einem Submodul untergebracht ist.

Mit diesem USM-Konzept lassen sich ungewöhnliche E/A-Kombinationen auf kleinem Raum für moderate Stückzahlen implementieren. Ein 24.624LE-großer Cyclone-III-FPGA befindet sich auf dem Basis-PMC P598. Ihre Spezifikation erhalten der P699 und der P598 erst durch die Wahl des IP-Cores. Die dazugehörige Leitungsphysik wird auf einem für jede Anwendung individuell zu entwickelnden Submodul realisiert und auf das Basis-XMC oder Basis-PMC aufgesteckt.

Auf dem Basis-Modul befinden sich ebenfalls ein 32-MByte großer DDR2-SDRAM und bis zu 4-MByte-Flash-Speicher für den Fall, dass die bereits implementierte Soft-CPU mit verwendet wird. Der Einsatz im Temperaturbereich von -40 bis +85 °C ist problemlos möglich.

Mit Hilfe des umfangreichen USM-Entwicklungspaketes kann der Anwender seine individuellen I/O-Anforderungen umsetzen. Es enthält ein Basis-PMC mit USM-Submodul, Testhardware sowie ein FPGA-Paket mit Nios-CPU, Speicher-Ansteuerung, PMC-Interface, Avalon-/Wishbone-Bridges und eine ausführliche Dokumentation. Für die Entwicklung von IP-Cores am Standard-Wishbone-Bus ist das Wishbone-Bus-Maker-Tool von MEN enthalten. Für die Nutzung des Nios-Prozessors und die Entwicklung von IP-Cores am Avalon-Bus wird zusätzlich die Quartus-II-Entwicklungs-Umgebung mit dem SOPC-Builder von Altera benötigt.

Der Preis für ein komplettes Entwicklungspaket beträgt 1995 Euro (zzgl. MWSt.).