Mehr Klarheit für Gerätehersteller

»Windows Embedded«, Microsofts Markenname für Plattformen, Technologien und Werkzeuge im Embedded-Bereich, vereint in sich eine Vielzahl von Produkten unterschiedlicher Funktionalität. Die bisher verwirrende Namensgebung innerhalb der Produktfamilie wird in eine logischere Bezeichnung übergeführt, die dem Kunden die Wahl des richtigen Produkts erleichtern soll.

Microsoft bietet mit der Marke »Windows Embedded« 32-Bit-Betriebssysteme und Entwicklungswerkzeuge an, die von Herstellern beim Design von Embedded-Lösungen eingesetzt werden. Die Bandbreite reicht dabei von kleinen Strom und Ressourcen sparenden Echtzeit-Geräten über standardkonforme Kassensysteme im Einzelhandelsbereich bis hin zu voll Windows-kompatiblen Industrie-PCs für Spezialaufgaben mit Integration in die Unternehmens-Infrastruktur.

Die einzelnen Windows-Embedded-Produkte haben aufgrund des Einsatzzwecks, für den sie gedacht sind, eine jeweils eigene Geschichte, die sich auch in eigenen Produktnamen wieder findet. Bisher gab es hier keine einheitliche Nomenklatur, und die Wahl des passenden Produktes wurde dem Uneingeweihten noch zusätzlich dadurch erschwert, dass sich selbst für einzelne Produkte die Bezeichnung bei einem Versionswechsel änderte: Beispielsweise wurde das Produkt »Windows CE« beim Wechsel von Version 5 zu Version 6 in »Windows Embedded CE« umbenannt.

Mit der Einführung einer einheitlichen Namensgebung will Microsoft seinen Kunden die Wahl leichter machen. Microsoft bietet sowohl komponentenbasierte, flexibel konfigurierbare Embedded-Betriebssysteme wie auch vorkonfigurierte Spezialversionen für den Einsatz in bestimmten Industriezweigen an. Die neue Namensgebung macht hier eine erste deutliche Unterscheidung, indem sie für die letztere Kategorie der vertikalen Lösungen die »Ready«-Kategorie einführt. Alle Produkte beginnen nun zudem mit dem Namen »Windows Embedded …«, um die Zugehörigkeit zur Produktfamilie deutlich zu machen.

Flexibel anpassbare Produkte

In der Kategorie »Embedded-Plattformen« findet man hingegen flexibel anpassbare Produkte für den universellen Einsatz. »Windows Embedded Compact« wird der Name der nächsten Version von »Windows Embedded CE«, Microsofts Echtzeitbetriebssystem, sein. Das »kleinste« von Microsofts Embedded-Betriebssystemen zeichnet sich durch Konfigurierbarkeit dank Komponentenbauweise, Unterstützung diverser Prozessorarchitekturen (x86, ARM, MIPS, SH4) und Verfügbarkeit des Quellcodes aus. Es liegt gegenwärtig in der aktuellen Version »Windows Embedded CE 6.0 R2« vor, hat also den Namenswechsel noch nicht vollzogen.

»Windows Embedded Standard« ist Nachfolger des komponentenorientierten »Windows XP Embedded« und basiert weiterhin auf dem erprobten Kernel von Windows XP mit Service Pack 3. Neben neuen Funktionen wie Unterstützung für Microsoft Silverlight, .NET Framework 3.5 und Internet Explorer 7 wird auch ein runderneuertes Toolset, das Windows Embedded Studio, angeboten. Windows Embedded Standard 2009 läuft auf x86-basierter Hardware und soll Support bis zum Jahr 2018 haben.

Ein Upgrade bestehender XP-Embedded-Projekte auf die neue Version ist möglich. »Windows Embedded Enterprise« fasst die weithin unbekannten Embedded-Lizenzen für »Windows XP« und »Windows Vista« zu einem Oberbegriff zusammen und besteht aus »Windows Vista Ultimate for Embedded Systems«, »Windows Vista Business for Embedded Systems« und »Windows XP Professional for Embedded Systems«.