Low-Power-x86: Deutlich mehr Vielfalt

Intel dominiert den Markt für Low-Power-Prozessoren und will seine Position mit neuen Linien weiter ausbauen. AMD und VIA versuchen, mit neuen Produkten dagegenzuhalten – für den Erfolg entscheidend werden dabei immer mehr die dazu gehörigen Chipsätze.

Intel erweitert seine Atom-Prozessorfamilie um eine »N«-Serie und bereitet sich auf den Launch seiner »Centrino 2«-Linie vor. AMD kontert mit »Turion X2 Ultra«, und VIA Technologies bringt seinen »Nano« in Stellung. Genährt wird dieses hohe Engagement der Prozessorhersteller im Bereich der genügsameren x86-CPUs durch neue Geräteklassen: Netbooks und Nettops ergänzen das klassische Notebook und die mobilen Internetgeräte (MIDs). Der Erfolg von Geräten wie dem »EEE-PC« von Asus zeigt, dass der Markt für Notebooks noch lange nicht gesättigt ist.

Neben dem Bedarf der Schwellenländer kommt der Trend zum Zweit- und Drittgerät in den Industrienationen hinzu. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an die etablierten Geräteklassen an. So wachsen Display-Größe und -Auflösung der Notebooks ständig an und dienen oftmals als Desktop-PC-Ersatz. Den sich so verändernden Einsatzprofilen der Mobilrechner passen sich CPU-Hersteller entsprechend an und bringen neue und zusätzlich Prozessorgenerationen auf den Markt.

Am flexibelsten erweist sich bislang Intel: Knapp zwei Monate nach den ersten »Atom«-Prozessoren kommen nun die Modelle N230 und N270 hinzu. Im Unterschied zur den »Z«-Versionen mit den kleineren Chipgehäusen (13 x 14 mm) nutzt die »N«-Serie eine günstigere, aber größere Bauform (21 x 21 mm). Untereinander unterscheiden sich die N-Bausteine dadurch, dass das Hyper-Threading aktiviert ist (N230) oder für eine geringere Leistungsaufnahme abgeschaltet (N270) wurde. Als Zielmärkte für die N-Serie sieht Intel Netbooks (EEE-PC & Co.) und Nettops (kleine Desktop-PCs).