Kontrons Ertrag wuchs im ersten Halbjahr schneller als Umsatz

Kontron erzielte im ersten Halbjahr 2008 ein Umsatzwachstum von 12 Prozent. Der Ebit legte sogar um 23 Prozent zu. Über's Jahr erwartet der Vorstand ein organisches Wachstum von 10 bis 15 Prozent.

Kontron blickt auf ein ertragreiches und umsatzstarkes erstes Halbjahr zurück. Der Umsatz legte trotz des schwachen Dollars um 12 Prozent zu. Währungsbereinigt waren es sogar 25 Prozent. Das Netto-Einkommen stieg um 24 Prozent, der Ebit um 23 Prozent.

Im Heimatmarkt Europa erzielte Kontron 51 Prozent des Umsatzes. Mit 25 Prozent Umsatzanteil ware die "emerging Markets" erstmals stärker als Nordamerika (24%). Bei den Geschäftsgebieten legten Module, Single-Board-Computer und "Solutions" zu, während das Systemgeschäft leicht zurückfiel. Mit seinen zehn stärksten Kunden macht Kontron 23 Prozent Umsatz, womit die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Märkten verringert werden konnte.

Angesichts voller Auftragsbücher erwartet Ulrich Gehrmann, der Vorstandsvorsitzende von Kontron für das Gesamtjahr ein organisches Wachstum von 10 bis 15 Prozent und mehr als 490 Millionen Euro Jahresumatz. Auch mittelfristig ist die Prognose positiv. Die Design-Wins steigerte Kontron um 17 Prozent. Solche Design-Wins werden laut Gehrmann nach ca. einem Jahr zu Umsatz.

Angespochen auf einzelne Industriesegmente berichtet Ulrich Gehrmann, dass der Energiesektor der zuzeit am schnellsten wachsende Markt ist. Hier kann Kontron insbesondere von einem Großauftrag durch Siemens in Rußland profitieren. Schwieriger sieht es momentan in Automatisierungstechnik und Maschinenbau aus. Die deutschen Maschinenbauer geraten durch den schwachen Dollar in eine angespannte Wettbewerbssituation, so dass die Aufträge aus diesem Segment eher zurückgehen. Durch andere dynamische Industriebereiche wie Medizin und Verkehrstechnik kann Kontron den Schwund jedoch mehr als ausgleichen.