Konsequente Erweiterung in Richtung Validierung und Test

Joachim Schlosser, Senior Team Leader Application Engineering bei The MathWorks, berichtet von den Herausforderungen, denen Embedded-Softwareentwickler sich zu stellen haben und wie The Mathworks seine Produkte weiterentwickelt.

Herr Schlosser, was ist das Highlight von The MathWorks auf der embedded world?

Das neue Release 2009a von Matlab und Simulink. Mit dem neuen Matlab lassen sich Algorithmen mit Parallel Computing beschleunigen. Außerdem demonstrieren wir, wie man die numerische Systemoptimierung nutzen kann.

Matlab und Simulink sind seit vielen Jahren erfolgreich. Was kann man da noch besser machen?

Mit dem Release R2009a erweitern wir die modellorientierte Entwicklung konsequent im Bereich Verifikation und Validierung. Wir haben die Algorithmen unserer formalen Analysewerkzeuge deutlich verbessert. Das ist wichtig für die Überprüfung eingebetteter Systeme in sicherheitsrelevanten Anwendungen.

Welche Bereiche bzw. Branchen sind derzeit die Technologietreiber im Embedded Design?

Die Bereiche Industrieautomatisierung und der klassische Maschinenbau sind stark wie eh und je. Sehr im Kommen ist die Medizintechnik. Im Automobil stößt Embedded Design in neue Bereiche vor, da die Elektronik und Vernetzung im Fahrzeug eine stetig wachsende Rolle spielt.

Vor welchen Herausforderungen stehen die Entwickler?

Sie müssen Fehler im Entwurfsprozess möglichst frühzeitig erkennen. Je früher ein Fehler erkannt wird, desto mehr Zeit und Kosten lassen sich einsparen und Qualitätsziele besser erreichen. Ein weiterer Trend ist der steigende Einsatz von FGPAs. In dem Maße, in dem programmierbare Bausteine für den Serieneinsatz oder das schnelle Prototyping Verwendung finden, steigt auch der Bedarf, automatisch HDL-Code aus Matlab, Simulink und Stateflow zu generieren. Verknüpfungen mit den großen Emulatoren ermöglichen wiederum eine Cosimulation zwischen Algorithmus und dessen Ressourcen auf dem Chip.

Wie hilft The MathWorks seinen Kunden – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – Entwicklungskosten einzusparen?

Zum Beispiel durch Investitionsschutz. Mit den MathWorks-Tools können Entwicklungsartefakte, Zwischenschritte und Ergebnisse in späteren Phasen wiederverwendet werden. Der problemlose Austausch solcher Entwicklungsergebnisse in einer Matlab-Umgebung sorgt dafür, dass Matlab-Algorithmen problemlos auf Cluster skaliert oder aber auch als »Embedded Matlab« per C-Codegenerierung auf eingebettete Systeme portiert werden können.

Weiterhin hilft die steigende Automatisierung in unseren Tools, wiederkehrende Aufgaben, wie etwa Tests, fehlerfrei und rasch durchzuführen und viele manuelle Tätigkeiten, darunter Modellreviews, zu vereinfachen und zu beschleunigen.