JamaicaVM 3.2: Flottes Java auch für »Schnarch«-Betriebssysteme

Die neue Version 3.2 der Embedded Java Virtual Machine unterstützt auch nicht-echtzeitfähige Gast-Betriebssysteme wie Linux und Windows XP.

Die neue Version 3.2 der Embedded-Java Virtual Machine »JamaicaVM« unterstützt erstmals die Neuerungen von Java 5, was den Zugriff auf noch umfangreichere Standardklassen als bisher bedeutet. Insbesondere bei komplexeren Aufgabenstellungen mit mehreren Projektbeteiligten kann durch die Unterstützung von Generics und Enumerations die Typsicherheit von Anwendungen erhöht und damit die Zuverlässigkeit verbessert werden.

Der neue Scheduler, dessen Latenzzeit wie schon bei früheren JamaicaVM-Versionen im einstelligen Mikrosekundenbereich liegt, unterstützt echte Java-Prioritäten jetzt auch auf Betriebssystemen, die von Haus aus keine Echtzeitprioritäten mitbringen, beispielsweise Linux. Natürlich kann die JamaicaVM kein Echtzeit-Java auf nicht echtzeitfähige Betriebssysteme bringen, aber Java-intern werden die Prioritäten genauestens eingehalten.

Insgesamt wurde in der neuen Version die Performance noch weiter verbessert, vor allem in den Bereichen Speicherverwaltung, Interpreter, Scheduler sowie der Native-Schnittstelle JNI. Die durchschnittliche Zeit zum Erzeugen von Objekten wurde gegenüber der Vorgängerversion erheblich verbessert, was insbesondere Grafikanwendungen zu Gute kommt.