Intel schluckt Wind River

Wind River segelt künftig unter Intels Flagge. Der Vorstand von Wind River hat dem bereits zugestimmt. Für knapp 885 Millionen Dollar wechseln alle Wind-River-Aktien in den Besitz von Intel.

Intel und Wind River haben sich auf eine Übernahme des Embedded-Software-Herstellers geeinigt. Intel will Wind River vollständig übernehmen und 11,50 Dollar pro Aktie zahlen. Das Intel-Angebot liegt damit 3,50 Dollar über dem gestrigen Schlusskurs von 8 Dollar. Insgesamt kostet Wind River damit 884,9 Mio. Dollar. Den Betrag will Intel in Cash begleichen. Wind River soll als hundertprozentige Intel-Tochter unter dem bisherigen Markennamen weiterarbeiten.

Mit der Akquisition will Intel seinen Einfluss über den PC-Sektor hinaus ausdehnen. Dabei richtet Intel seine Aufmerksamkeit verstärkt auf Embedded-Systeme und mobile, tragbare Geräte. Für diese Art von Geräten bietet Wind River Echtzeit-Betriebssysteme, Open-Source-Software und Entwicklungswerkzeuge an. Wind-River-CEO Ken Klein kündigte im Zuge der Veröffentlichung des Deals bereits an, dass Wind River seine Software-Innovationen in Zukunft eng mit der Intel-Roadmap abstimmen wird. Gleichwohl wird Wind River aber auch weiterhin mehrere Hardware-Plattformen unterstützen.

Wind River wurde 1981 gegründet und zählt heute 1600 Mitarbeiter weltweit, die 2008 einen Umsatz von 360 Millionen Dollar erwirtschafteten. Nach der Akquisition wird Wind River zu Intels Software and Services Group gehören.