Intel: "Embedded" in Anführungzeichen

"30 Jahre Embedded Computing" feiert Intel anlässlich der Embedded Systems Conference im kalifornischen San Jose. Aus diesem Anlass stellt Intel zwei neue Quad-Core-"Embedded"-Prozessoren der Serie Xeon 5300 vor.

Das Einzige, was an diesen Prozessoren nach hiesigen Maßstäben "embedded" ist, ist die längerfristige Lieferbarkeit dieser Prozessoren. Als Zielmarkt für die Quad-Core-Xeons sieht Intel ein "Embedded"-Computing nach amerikanischen Maßstäben: 1U-Server in Rechenzentren, NAS- und SAN-Speichergeräte, Blade Server und medizinische Bildverarbeitung.

Industrielles Embedded Computing bedeutet hingegen, dass die Prozessoren in Geräten arbeiten, die oft in beengten räumlichen Verhältnissen und unter widrigen Umgebungsbedingungen in einem geschlossenen, oft lüfterlosen Gehäuse ihren Dienst verrichten müssen. Für diese Anwendungen sind die neuen Xeons wegen ihres Leistungsbedarfs von 80 Watt nicht geeignet. Die neuen Prozessoren Xeon E5335 und E5345 sind mit 2 bwz. 2,33 GHz getaktet.

Für Embedded-Anwendungen im beschriebenen Sinne kommen eher die Notebook-Prozessoren der L- und U-Serie (Low- bzw. Ulta-Low Voltage) zum Einsatz. Auch einige Xeons gibt es als Low-Voltage-Version. Dazu gibt es von Intel derzeit jedoch keine Neuheiten.