Inova Computers: Nachfolge mit Perspektive

EMTrust kauft im Rahmen eines Asset-Deals einen Großteil der insolventen Inova Computers. Statt einer Abwicklung steht jetzt ein aussichtsreicher Neubeginn an.

»Die Kontinuität bleibt für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter gewahrt«, betont Christian Blersch, CEO von EMTrust. »Wir werden die Produktpalette und den Standort Kaufbeuren beibehalten und planen sogar den Ausbau zum Systemhaus unserer Firmengruppe.«

EMTrust ist ein Schwesterunternehmen der Embedded-Firmen E.E.P.D. und Inperio Systems, das speziell für die Übernahme von Inova Computers' Produkten, Ausstattung und Know-how gegründet wurde. Inova Computers' Standort Kaufbeuren bleibt somit erhalten und durchläuft momentan eine Umstrukturierung, um in Kürze das Systemgeschäft der Firmengruppe zu betreuen.

»Wir wollten seit geraumer Zeit ein Systemhaus aufbauen und können durch dieses Asset-Geschäft nun ein Jahr früher loslegen«, betont Blersch. »Inova Computers bisherige Kunden können alle Boards und Systeme weiterhin bei uns beziehen, auch Support und Reparatur sind möglich - wir werden die Kunden nicht im Regen stehen lassen.«

Inova Computers war mit seiner Produktpalette auf CompactPCI und CompactPCI-Express fokusiert - ein Bereich, in dem E.E.P.D. nicht aktiv ist. Daher kommt es auch zu keinen Überschneidungen in den Geschäftsaktivitäten, die aufwändig aufgelöst werden müssten.

Auf Board-Ebene sind aber rund 80 Prozent Gleichteile vorhanden, somit können die Einkaufsvorteile der E.E.P.D. genutzt werden. Auch sind bereits weitere Synergien, beispielsweise im Bereich der Telekommunikation, in der Gruppe gefunden worden.

Die Stimmung am Standort Kaufbeuren scheint gut zu sein. »Die Mitarbeiter sind motiviert und strukturieren von sich selbst aus um - das klappt super«, freut sich Blersch. »In vier bis sechs Wochen haben wir ein Systemhaus - mit organischem Wachstum hätte es länger gedauert.«

Den gesamten Artikel lesen Sie in der aktuellen Markt&Technik, Ausgabe 8 vom 22.02.2008