Griffin - der zukünftige AMD-Notebook-Prozessor

Prozessorkerne und Northbridge sind in einem Chip integriert, Grafik und Peripherieanschlüsse in der Southbridge.

Die Dualität der Begriffe "Northbridge" und "Southbridge" in der nächsten Generation der AMD-Notebookprozessoren geht verloren -- der Trend geht hin zum System-on-Chip. De facto wird die Northbridge als eigenständigen Chip nicht mehr geben, sie soll in den Prozessor (Codename "Griffin") integriert werden. Der Prozessor hat zwei Kerne und zeichnet sich durch eine feingranulare Spannungs-/Frequenzregelung aus. Bei den Prozessorkernen kann die Frequenz in Achtel-Schritten eingestellt werden. Getrennte Stromversorgungsleitungen für jeden Kern und die anderen Komponenten sorgen für ein Powermanagement, das sich optimal jeder Lastsituation anpassen kann. So kann z.B. der Hypertransport-Bus kurzzeitig abgestellt werden, wenn kein Datentransport stattfindet.

Der 64-bit-Prozessor mit den beiden Cores wird in 65 nm gefertigt. AMD-typisch ist der Speichercontroller, der DDR2-Speicherriegel ansteuert, in den Prozessor integriert. Dieser Speichercontroller ist mit einem neuen Memory-Prefetcher ausgestattet, um die Speicherzugriffszeiten zu senken. Die Verbindung zum "Chipsatz", der aus nur einem Zusatzchip besteht, wird über Hypertransport 3.0 hergestellt. Die dritte Generation Hypertransport skaliert die Übertragungsleistung durch Benutzung einer oder mehrere Lanes -- bis zu 16 x 16 Lanes sind möglich. Getaktet ist Hypertransport 3.0 mit bis zu 2,6 GHz. Die hohen Bandbreiten machen sich besonders bei Anwendungen bemerkbar, die die neue Grafischnittstelle DirectX 10 benutzen.

Der Grafikprozessor ist in den Zusatzchip integriert, der auch die Peripherieanschlüsse für Ethernet, PCI Express, USB, Audio, SATA usw. enthält. Um die Energieeffizient des Gesamtsystems zu erhöhen, soll auch die Zusammenarbeit von Prozessor und Chipsatz verbessert werden: Die CPU benachrichtigt den Chipsatz, wenn der Energiesparmodus wechselt oder keine Befehle verarbeitet werden. Umgekehrt überwacht der Chipsatz die CPU-Aktivität und die I/O-Datenübertragung, um jeweils einen optimalen Powermodus einzunehmen.

AMD kündigt Produkte in letzter Zeit sehr früh an. Die ersten Expemplare des "Griffin"-Notebookprozessors und des zugehörigen Chipsatzes sollen erst Anfang 2008 auf den Markt kommen.