»Fujitsu Siemens« künftig ohne Siemens

Siemens zieht sich aus dem Joint-Venture »Fujitsu Siemens Computers« zurück. Der japanische Partner Fujitsu übernimmt den 50-Prozent-Anteil von Siemens und führt das Unternehmen alleine weiter.

Darauf einigten sich Fujitsu-Präsident Kuniaki Nozoe und Siemens-Chef Peter Löscher. Fujitsu erwirbt den Siemens-Anteil des Geschäfts für ca. 450 Millionen Euro. Bis zum 1. April 2009 soll die Transaktion abgeschlossen sein – vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden.

Fujitsu Siemens erzielte 2007 einen Jahresumsatz von 6,6 Mrd. Euro. Der traditionell in seinem Heimatmarkt Deutschland starke Hersteller verlor die Führungsposition im deutschen Markt allerdings im 2. Quartal 2008 an Acer. Siemens-Chef Peter Löscher hatte bereits im Juli deutlich gemacht, dass er angesichts der Globalisierung einen regionalen Computerhersteller nicht für sinnvoll halte. Fujitsu Siemens ist der einzige Hersteller, der noch PCs und Notebooks für den Endkundenmarkt in Deutschland fertigt. Zum Schicksal der beiden Werke in Augsburg und Sömmerda (Thüringen) machte das Unternehmen noch keine Angaben.