Frisches Blut für EBX

Adlink Technology stärkt den EBX-Legacy- Markt durch das auf dem Atom-Prozessor basierende »LittleBoard 735 SBC«.

Ein wichtiger Teil des Embedded-Systeme-Geschäfts ist die langfristige Verfügbarkeit von Produkten und Standards. Davon profitiert auch der EBX-Formfaktor, der sich mit seinen 146 mm x 203 mm (5,75 Zoll x 8,0 Zoll) an den Abmessungen von 5,25-Zoll-Massenspeicher orientiert und damit schon lang im Markt verfügbar ist.

Ein wichtiger Bestandteil des Standards ist der ISABus. Mit Intels »Navy Pier«-Plattform (Atom N270 mit 945GSE-Chipsatz) verlängert sich, in Verbindung mit einer On-Board-ISA-Bridge (ITE IT8888) und seriellen Ports, die Lebenserwartung des EBX-Formfaktors um weitere 7 bis 10 Jahre.

»Anwender des EBX-Formfaktors können ihre bestehenden Produkte weiter produzieren, ohne Gehäuse, Kabelbäume oder PC/104-I/O-Karten ändern zu müssen«, erläutert Colin McCracken, Product Director von Adlinks Embedded Computer Division. »Gerade im aktuellen wirtschaftlichen Klima kommen die Kosten senkenden Eigenschaften des LittleBoard 735 sehr gut zur Geltung. Es ist das jüngste Mitglied einer langen Reihe felderprobter Extreme-Rugged-Produkte, die bis in das Jahr 1984 zurückreichen.«

Herzstück des Single-Board-Computers bildet Intels Atom-Prozessor N270 (Codename »Diamondville«) mit 1,6 GHz Taktung. Adlink hat die Designverfahren seiner »Ampro by Adlink Extreme Rugged«-Serie mit der Advanced-Low-Power-»Navy Pier«-Plattform kombiniert und so einen Upgrade-Pfad für viele End-of-Life-Produkte geschaffen. Intels Selbstverpflichtung und Reputation führen zu einem Produktlebenszyklus von 7 bis 10 Jahren, mit dem der Einplatinen-Rechner dem Markt für den EBX-Formfaktor neues Leben einhaucht.

Zu den modernen Eigenschaften der Navy- Pier-Plattform des LittleBoard 735 gesellen sich die nicht weniger wichtigen rückwärtskompatiblen Merkmale wie PCI-ISA-Bridge, volle PC/104-Plus-Erweiterung, vier serielle Ports, IDE, CompactFlash-Sockel sowie Embedded- BIOS-Erweiterungen.

»Mit der On-Board-ISABridge und den DDMA BIOS Extensions unterstreicht das LittleBoard 735 unser Engagement für EBX-Kunden«, betont McCracken. »PC/104-ISA-Karten werden ohne zusätzliche Bridge-Karten direkt unterstützt – bis in das Jahr 2015 und darüber hinaus.« Die extra dicke Leiterplatte des LittleBoard 735 wurde konzipiert, um Schock, Vibration, Feuchte und extremen Temperaturen zu widerstehen.

Der DDR2-533-SODIMM-Sockel ermöglicht bis zu 2 GByte RAM. Von einander unabhängige 10/100BaseT- und 10/100/1000BaseT-Ethernet-Ports verleihen der Baugruppe eine hohe Flexibilität. Der integrierte Intel Graphics Media Accelerator (GMA) bietet eine für die meisten Embedded-Anwendungen ausreichende Leistung.

Es werden CRT, TV-Out sowie LVDS-Videoanschlüsse für Flachbildschirme unterstützt. Zwei SATA-Schnittstellen, sechs USB-2.0-Ports sowie ein PCI-Express-MiniCard-Sockel für 802.11 Wireless oder andere Steckkarten sind ebenfalls geboten. Auch langjährig bewährte Schnittstellen kommen nicht zu kurz: Vier serielle Ports, ein EPP/ECP-Parallel-Port, PS/2-Tastatur- und Mausanschlüsse, ein Ultra/DMA 33/66/100-IDE-Festplatten- Controller und ein CompactFlash-Sockel sind in dem EBX-Rechner enthalten.

Mit dem LittleBoard 735 steht eine EBX-Low-Power-Lösung zur Verfügung, die – selbst wenn die Grafik und beide Ethernet-Ports aktiv sind – weniger als 12 W benötigt. Das QuickStart-Kit umfasst Board Support Packages (BSPs) für viele verbreitete Betriebssysteme, darunter Vx-Works, Windows CE, Windows XP Embedded, Linux 2.6 und QNX.