DSM Computer: Gewinn steigt, Umsatz bleibt

Durch eine Steigerung des Anteils von kundenspezifisch gefertigten Industrie-PCs konnte DSM Computer seine Wertschöpfung erhöhen und den Gewinn steigern.

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 bezeichnet DSM Computer zum sechsten Mal in Folge als das bislang erfolgreichste. Allerdings werden die DSM-Aktien nicht öffentlich gehandelt und deshalb veröffentlicht DSM auch keine Zahlen. DSM-Vorstand Bernd Gallenberger gibt nur Preis, dass seine Firma im vergangenen Jahr 15.000 Industrie-PCs ausgeliefert hat. Das sind etwa genauso viele wie im Jahr 2007. »Wir lagen mit unserem Wachstum gut in der Spur. Der Einbruch im 4. Quartal hat dann aber das Wachstum der vorangegangenen drei Quartale wieder neutralisiert«, sagt Gallenberger. DSM strebt an, jährlich um 15 Prozent zu wachsen.

Die DSM Computer AG war noch vor einigen Jahren ein reiner Hersteller von »Katalogware«. Seit 2004 hat das Unternehmen stark investiert und die Fertigung deutlich ausgebaut. Die derzeitige Infrastruktur ist für die Produktion von 30.000 Industrie-PCs pro Jahr ausgelegt – doppelt so viele, wie momentan produziert werden. Ein weiteres Grundstück am Firmenstandort in München wurde bereits gekauft und Pläne für die Bebauung liegen vor. Zunächst hatte DSM begonnen, Standard-Industrie-PCs nach Kundenanforderungen zu modifizieren. Jetzt geht das Unternehmen immer mehr dazu über, auch komplette Geräte nach Kundenvorgaben zu entwickeln. Die dafür zuständige Entwicklungsmannschaft wurde 2008 verdoppelt. Standard-, modifizierte und kundenspezifische Geräte tragen jeweils zu einem Drittel zum Umsatz bei.

Zum gegenwärtigen wirtschaftlichen Ausblick sagt Bernd Gallenberger: »Wir merken ganz klar, dass unsere Kunden Investitionen verschieben. Aber unser Auftragsbestand ist immerhin noch so groß, dass wir fast einen kompletten Jahresumsatz in den Büchern stehen haben.« Zum Umsatz will er sich nicht genauer äußern. »Wir sind im hundertprozentigen Besitz einer deutschen Firmengruppe. Unser Gesellschafter erlaubt uns nicht, konkrete Zahlen zu veröffentlichen. Aber ich kann sagen, dass wir – abgesehen von einigen Immobilien – keine Bankverbindlichkeiten haben und auch ein Jahr der Krise unbeschadet überstehen werden.«