Elektronik-Gadget Der Computer im Lenker: Helios Handlebars

Der eingebaute Lithium-Ionen-Akku soll laut Helios 7 Stunden halten. Das GPS-Modul hingegen besitzt einen Reserve-Akku, sodass man sein Rad bis zu 15 Tage lang orten kann. Wer trotzdem Angst hat, dass der smarte Lenker geklaut werden könnte, darf beruhigt sein – er wir mit speziellen Sicherheitsschrauben befestigt werden, die nur der Besitzer mittels eines mitgelieferten Werkzeugs lösen kann.

Dieses High-Tech Tuning fürs Fahrrad befördert auch das rostigste Zweirad in die vernetzte Welt und macht es zudem diebstahlsicher(er). Mit den »Helios Handlebars« lassen sich LED-Blinker, GPS und Bluetooth künftig an jedem handelsüblichen Rad nachrüsten.

Der nachrüstbare Lenker des amerikanischen Startups aus San Francisco, Helios Bikes, soll jeden Drahtesel zum »Smartbike« machen. Zu diesem Zweck wurde er mit moderner Technik vollgestopft: Es sind LEDs, ein Bluetooth-Modul, ein GPS-Empfänger und sogar eine Mobilfunkantenne verbaut. Damit kann  man dann blinken, navigieren oder einfach nur auffallen.

Der Lenker besteht aus Aluminium und enthält neben einem Frontscheinwerfer mit 500 Lumen auch zwei seitliche RGB-Blinker. Betätigt man einen der Schalter in der Mitte der Lenkstange, wird der entsprechende Blinker für 5 Sekunden ausgelöst. Diese Extras sollen den Radler genauso sichtbar werden lassen wie einen Autofahrer und das Radeln sicherer machen. Außerdem kann man sich dank des eingebauten GPS-Moduls einen Google-Maps-Link mit der aktuellen Position an sein Handy schicken lassen, um die genaue Position des Rads zu bestimmen. Voraussetzung ist, dass man vorher eine Prepaid-SIM-Karte in den Lenker eingesetzt hat.

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Helios Handlebars - Der smarte Fahrradlenker

Helios Handlebars - Der smarte Fahrradlenker

»Wir verändern die Art und Weise, wie Menschen mit ihren Fahrrädern interagieren«, meint Antonio Belmontes, Mitarbeiter bei Helios Bikes. In der Tat bietet der smarte Lenker in Verbindung mit einer passenden Smartphone-App einige spannende neue Interaktionsmöglichkeiten, die wir in der Bilderstrecke näher beleuchten. Laut Hersteller soll er sich an jedem Standard-Rad installieren lassen. Es ist allerdings zu beachten, dass es auf die Stärke der verbauten Lenkstange ankommt und ein problemloser Umbau dadurch in der Praxis nicht bei allen Modellen funktionieren dürfte (Angabe des Herstellers: 25.575 mm). Wenn es aber passen sollte, kann man seinen alten Drahtesel mit dem High-Tech-Lenker für 200 Dollar um einiges aufwerten. Noch ist er allerdings nicht frei verkäuflich – zunächst soll über eine Kickstarter-Kampagne genügend Kapital für die Massenproduktion aufgetrieben werden.