CompactPCI Plus transformiert modulare Systeme in die serielle Welt

CompactPCI und VMEbus brauchen Nachfolger. Die parallelen Bussysteme, die das Fundament dieser Systeme bilden, sind inzwischen durch serielle Verbindungen ersetzt worden. Doch neue Systemstandards wie AdvancedTCA und MicroTCA nutzen aufwendige Switched Fabrics...

CompactPCI und VMEbus brauchen Nachfolger. Die parallelen Bussysteme, die das Fundament dieser Systeme bilden, sind inzwischen durch serielle Verbindungen ersetzt worden. Doch neue Systemstandards wie AdvancedTCA und MicroTCA nutzen aufwendige Switched Fabrics, was die System-Kosten beträchtlich erhöht. CompactPCI Plus verbindet dagegen serielle Datenübertragung ohne Switches und Bridges einerseits mit bewährter 19-Zoll-Technik andererseits.

In den letzten Jahren wurde der parallele PCI-Bus mehr und mehr durch schnelle, serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ergänzt. Je nach Peripherietyp und -funktion etablierten sich dabei allerdings verschiedene Schnittstellen-Standards. Beispielsweise sind Serial-ATA bzw. Serial Attached SCSI (SAS) Interfaces für Massenspeicher wie Festplatten. USB hat sich für WiFi-Komponenten und für lose gekoppelte Peripheriegeräte wie Tastaturen, Touch-Screens, externe Festplatten usw. etabliert. Ethernet dient neben der klassischen Netzwerktechnik auch als Interface für Multiprocessing und als Feldbus zur Steuerung von dezentraler Ein-/Ausgabe. PCI-Express wird zum Anschluss von eng gekoppelter Computer-Peripherie eingesetzt. Diese Schnittstellen existieren alle nebeneinander. Sie werden aber nicht mehr wie früher durch einzelne Controllerchips bedient, die ihrerseits durch einen Bus verbunden sind, sondern sind bei modernen Chipsätzen alle in einem oder zwei Bausteinen integriert. Damit ändert sich allmählich die Struktur eines Rechners – weg von der Busverbindung hin zu einer Stern-Architektur, die serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindungen nutzt.