COM-Express im Überblick

Der Computer-on-Module-Standard COM-Express eignet sich für ein breites Spektrum von Anwendungen. Vom extrem stromsparenden Atom-Prozessor mit passenden Chipsatz bis hin zum 2-GHz-Doppelkernsystem mit Hochleistungsgrafik kommt die Spezifikation mit allen Leistungsklassen zurecht.

Der Computer-on-Module-Standard COM-Express eignet sich für ein breites Spektrum von Anwendungen. Vom extrem stromsparenden Atom-Prozessor mit passenden Chipsatz bis hin zum 2-GHz-Doppelkernsystem mit Hochleistungsgrafik kommt die Spezifikation mit allen Leistungsklassen zurecht.

Zeitlich und technologisch gesehen ist der PICMG-Standard COM-Express ein direkter Nachfolger des im Jahr 1999 spezifizierten »Urmoduls«, dem ersten COM-Standard ETX. Als ETX definiert wurde, war der ISA-Bus noch Maß aller Dinge. Die Spezialisten, die im Jahre 2004 die COM-Express-Spezifikation verabschiedeten, haben konsequent alte »Legacy «-Schnittstellen gemieden und neue Verfahren wie den seriellen PCI-Express aufgenommen. Die Spezifikation ist flexibel gehalten und beschreibt zwei unterschiedliche Modulgrößen.

Der am meisten verbreitete Formfaktor ist das »Basic Module« mit 95 mm x 125 mm. Das »Extended Module« mit 155 mm x 110 mm bietet viel Platz für extreme Speichergrößen, wie sie in Serveranwendungen häufig nötig sind. In der Praxis hat sich aber auch noch eine dritte Modulgröße etabliert: Das »Compact Module« ist mit nur 95 mm x 95 mm deutlich leichter zu integrieren und bietet trotzdem genügend Boardfläche für eine gehobene Rechenleistung (Bild 1).