3D-Sensorik Capri bringt die dritte Dimension auf Googles Nexus 10

Die 3D-Funktionen von »Capri« lassen sich von entsprechend vorbereiteten Apps nutzen. Damit kann man dann Objekte in 3D scannen und in das Livebild einblenden. Denkbar sind so z.B. räumliche Augmented Reality-Games, die die reale Umgebung ins Spiel einbeziehen.
Die 3D-Funktionen von »Capri« lassen sich von entsprechend vorbereiteten Apps nutzen. Damit kann man dann Objekte in 3D scannen und in das Livebild einblenden. Denkbar sind so z.B. räumliche Augmented Reality-Games, die die reale Umgebung ins Spiel einbeziehen.

Was man von Microsoft Kinect kennt, soll in Zukunft auch auf Smartphones und Tablets möglich sein. PrimeSense präsentierte auf Googles I/O neue Entwicklungen ihrer 3D-Sensortechniken. Damit könnten Augmented Reality-Apps noch einen Tick realistischer werden.

PrimeSense nutzte die Anwesenheit der vielen Entwickler auf Googles I/O, um ihrerseits neueste Ansätze bei mobilen 3D-Anwendungen zu präsentieren. Ähnlich wie Google es beim Projekt »Glass« getan hat, versucht man, die Programmierer von den Möglichkeiten des eigenen Systems zu überzeugen und dadurch innovativen Input und Software-Unterstützung seitens der Entwickler zu bekommen.

Auf der After Hours Party in San Francisco zeigte PrimeSense mobile 3D-Applikationen auf Googles Tablet Nexus 10. Dazu zählten ein Augmented Reality Spiel von PlayMe, Apps zum 3D-Scannen und ein Programm für die Raumgestaltung. Letzteres soll es dem Nutzer ermöglichen, die Inneneinrichtung  und Dekoration live anhand des Kamerabildes vorzunehmen. Die nötige 3D-Sensorik übernahm dabei der eigene, via USB angeschlossene Capri Sensor. Er ist einer der kleinsten 3D-Senosren der Welt und soll langfristig für Embedded-Lösungen in Mobilgeräten Anwendung finden.

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Die 3D-Sensoren von PrimeSense

Die 3D-Sensoren von PrimeSense

Tal Dagan, Marketing-VP bei PrimeSense, war von den Möglichkeiten begeistert: »Wir erleben, dass Capri ein räumliches Gefühl und natürliche Interaktionen auf Smartphones und Tablets bringt und so die Benutzererfahrung und die Userfreundlichkeit in einer Weise revolutioniert, die sich bisher niemand hätte träumen lassen«. PrimeSense arbeitet schon längere Zeit an kleinen 3D-Sensoren, die die von Microsofts Kinect bekannten Möglichkeiten »mobilisieren« sollen. Primär geht es darum, die mittels 3D-Sensorik gescannte Umwelt in dafür passende Apps einzubinden.

Capri hat nur ein Zehntel der Größe des Kinect-Sensors. Wie die Firma allerdings selbst zugeben muss, wird es noch einige Zeit dauern, bis derartige 3D-Sensoren tatsächlich als fester Bestandteil in Smartphones oder Tablets verbaut werden. Zunächst muss es Anwendungsmöglichkeiten geben, die so reizvoll sind, dass Betriebssystem- und Gerätehersteller 3D-Lösungen einplanen (müssen).